Hessisches Schüler-Team holt 1. Platz

26. Juni 2009 von JK

Mit ihrer Idee holten sich vier Schüler aus dem hessischen Hansenberg den 1. Platz beim Planspiel „Deutscher Gründerpreis für Schüler“. Ihre Projektidee ist eine Kombination aus etwas beinahe banalem und alltäglichem sowie einem ein- bis zweimal jährlich stattfindenden Pflichttermin: Beim Zähneputzen gleichzeitig den Mundraum auf Karies untersuchen.

Tägliche Zahnpflege

Die Idee der vier Hessen ist so ungewöhnlich wie genial. Die Schüler wissen, dass eine regelmäßige Kontrolle der Zähne wichtig ist. Doch viele Menschen gehen nicht gerne zum Zahnarzt und haben oftmals ein mulmiges Gefühl, wenn sie auf dem Stuhl sitzen. Selbst wenn der Zahnarzt nichts findet, bleibt doch das unangenehme Empfinden, das jeden Zahnarztbesuch begleitet.

Genau an dieser Stelle haben die vier Hessen aus Hansenberg angesetzt. Sie gründeten im Rahmen des Planspiels „Deutscher Gründerpreis für Schüler“ das Unternehmen „Dentacare“. Darüber vertrieben sie ihr Produkt: „eDent“. eDent ist ein Gerät, bei dem beim täglichen Zähneputzen der Mundraum gleichzeitig per Ultraschall auf Karies untersucht wird. So lässt sich die tückische Karies und andere Erkrankungen der Zähne schnell und vor allem rechtzeitig erkennen, bevor es zu spät ist und der Zahnarzt intervenieren muss.

Deutscher Gründerpreis für Schüler

Bis jetzt ist das Ganze nur eine Idee. Doch die Jury des Planspiels fand die Idee so gut, dass sie die vier Schüler aus Hessen zum Sieger des Deutsches Gründerpreises für Schüler erklärte. Am 17. Juni 2009 durften die Vier ihre Idee zusammen mit den weiteren neun besten Ideen in den Räumen des Verlags Gruner + Jahr in Hamburg vorstellen. Die offizielle Preisverleihung des Deutschen Gründerpreises für Schüler findet am 30. Juni 2009 in Hamburg statt

Beim Gründerpreis für Schüler wird mehr als nur eine Idee gefördert. Im Rahmen des Planspiels haben Schüler ab 16 Jahren vier Monate Zeit eine Idee und ein entsprechendes Geschäftsprojekt zu entwickeln. Die Teilnehmer müssen in dieser Zeit beweisen, dass ihre Idee auch in der Praxis funktioniert und nicht nur eine fantastische Idee bleibt. Um die Praxistauglichkeit zu untersuchen, müssen die Schüler – wie jeder Gründer, Forscher und Entwickler auch – ihre Idee durch eine Machbarkeitseinschätzung von Experten bewerten lassen, den Markt für die Idee analysieren und ein entsprechendes Marketingkonzept erstellen. Das ganze muss auf einer „unternehmenseigenen“ Homepage dargestellt und präsentiert werden.

Die Initiatoren des mittlerweile 10. Deutschen Gründerpreises für Schüler verfolgen das Ziel, den Mut junger Menschen zur Existenzgründung zu fördern. Unterstützt wird das Planspiel durch das Bundeswirtschaftsministerium. Durch das Planspiel haben die Schüler die Möglichkeit, frühzeitig eine Alternative für die eigene Zukunft auf spielerische Art und Weise kennen zulernen.

Ideenreichtum

Insgesamt haben sich dieses Jahr für den Deutschen Gründerpreis für Schüler 1.217 Teams aus ganz Deutschland beworben. Die zehn besten Ideen wurden von den Schülern vor einer Jury präsentiert. Neben den erst platzierten Hessen wurden noch weitere innovative Ideen vorgestellt, wie etwa ein Protector eines Teams aus Minden, Nordrhein Westfalen, der Brustkrebs bei Frauen erkennen kann. Interessant ist auch das Projekt des baden-württembergischen Teams „Fit 4 Energy“ aus Reutlingen. Die Schüler entwickelten ein Konzept, wie Besucher von Fitnessstudios beim Sport nicht nur überflüssige Pfunde los werden, sondern im selben Atemzug auch Strom erzeugen können. Mit „Wunschbrot“ entwickelt ein anderes Team aus Mülheim an der Ruhr inNordrhein Westfalen eine bereits ähnlich Idee im Internet weiter. Aus über 100 biologischen Zutaten sollen sich Kunden aus aller Welt, ihr eigenes Wunschbrot zusammenstellen und schicken lassen.

Der Ideenreichtum der zehn besten Teams wurde von der Jury entsprechend honoriert. So durften sich die Schülerteams über Geldpreise von insgesamt über 6.000 Euro freuen.

Unterstützung innovativer Ideen

Damit aus Ideen und Visionen auch Realitäten werden, benötigen Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmen Unterstützung. Doch oftmals scheitert die Realisierung an der mangelnden Finanzierung. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen sind Kreditinstitute und andere Kapitalgeber vorsichtiger geworden und setzen hohe Hürden für eine Finanzierung. Wer über keine ausreichenden Sicherheiten verfügt, hat meist noch schlechtere Karten.

Mit den Bürgschaftsbanken wie der Bürgschaftsbank Hessen, hat man einen anerkannten und hoch angesehnen Partner an seiner Seite, um dringend benötigtes Kapital zu erhalten. Die Bürgschaftsbanken unterstützt Existenzgründer und Mittelständler und übernimmt Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten, wenn deren zu finanzierende Vorhaben sinnvoll und Erfolg versprechend sind. Die Bürgschaftsbank Hessen übernimmt Bürgschaften für Investitionsfinanzierungen bis zu maximal 80 Prozent der Kreditsumme bzw. bis maximal 1,5 Millionen Euro bei Bewilligungen in 2009 und 2010.

Weiter Informationen zu Förderprogrammen, Bürgschaften und zur Kontaktaufnahme finden Sie auf der Homepage der Bürgschaftsbank Hessen.

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