ZEW-Studie zu Existenzgründungen in der High-Tech-Industrie
Die deutsche High-Tech-Industrie nimmt weltweit einen Spitzenplatz ein. Junge Unternehmen, die auf Wissen basieren, sind ein wichtiger Garant zur Schließung der Lücke zwischen der akademischen Forschung und der industriellen Anwendung. Die Verknüpfung von Wissen und praktischer Anwendung verspricht auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten großen Erfolg. Doch einer neuen Studie zu Folge, haben deutsche Existenzgründungen im Bereich der High-Tech-Industrie einen neuen Tiefststand erreicht.
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Studie der ZEW
Die Realität ist jedoch ernüchternd. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stellte in München eine neue Studie vor, aus der hervorgeht, dass die Gründungen neuer Unternehmungen im High-Tech-Bereich in Deutschland einen neuen Tiefstand erreicht haben. 2008 wurden etwa 15.300 neue Unternehmen in der High-Tech-Industrie gegründet. Im Gegensatz zum Vorjahr ist das ein Rückgang von elf Prozent. Besonders betroffen sind die Bereiche der Spitzentechnologie und der technologieorientierten Dienstleistungen. Die Experten des ZEW erwarten für 2009 einen noch dramatischeren Einbruch der Gründungszahlen.
Der Präsident des ZEW, Wolfgang Franz, warnte vor dem Abwärtstrend der Gründungszahlen in zukunftsweisenden Sektoren der Industrie. Für Deutschland ist das eine bedenkliche Entwicklung, denn gerade in der Krise werden die Weichen für neue Märkte gestellt. Ein weiterer Rückgang bedeutet für den Wirtschaftsstandort Deutschland, dass die Wachstumsmärkte komplett an Deutschland vorbei gehen. Es sei daher dringend geraten, Existenzgründer in der High-Tech-Branche noch besser zu unterstützen und zu fördern um den Anschluss an die neuen Wachstumsmärkte nicht zu verlieren, mahnten die Experten des ZEW.
Regionale Unterschiede
Bei der Existenzgründung von High-Tech-Unternehmen gibt es regional große Unterschiede. Bundesländer wie Bayern, Hamburg/Schleswig Holstein und Hessen schnitten in der Studie am besten ab. Dagegen hat die Gründungsintensität im Vorzeigeland für Innovation und Ideenreichtum – Baden-Württemberg – besonders stark nachgelassen. Das Beispiel Bayern und Hessen zeigt deutlich, dass die Anstrengungen zur Förderung der High-Tech-Branche Früchte tragen. Ideenreichtum, Innovationen und unternehmerischer Mut der Existenzgründer sowie spezielle Programme von Politik und Wirtschaft, wie etwa einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen, tragen dazu bei, dass schnell wachsende Unternehmen und neue Arbeitsplätze entstehen.
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19. Oktober 2009 at 04Europe/BerlinMon, 19 Oct 2009 09:04:50 +0000
[...] der Produkte. Die Studie der Wirtschaftswissenschaftler hat ergeben, dass die Zahl der Existenz- und Unternehmensgründungen im Hightech-Sektor noch nie so gering wie im Jahr 2008 war. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl der [...]