Existenzgründung absichern
Das Frauen statistisch gesehen weniger gründen als Männer, haben Untersuchungen unlängst bestätigt. Viele Frauen machen sich erst selbstständig, wenn sie Mutter geworden sind. Vor allem für weibliche Gründer ist daher eine gute Altervorsorge extrem wichtig.
Von der Familienphase in die Selbstständigkeit
Viele Frauen stehen beim Eintritt ins Erwerbsleben den Männern in nichts nach. Die meisten wollen erst einmal Karriere machen und nehmen Arbeitszeiten von 60 Stunden und mehr in der Woche gerne im Kauf. Doch spätestens beim Eintritt in die Familienphase ändert sich das Bewusstsein schlagartig. Die Kinder nehmen den obersten Platz auf der Prioritätenliste der Frauen ein.
Doch sobald es um den beruflichen Widereinstieg geht, tun sich für viele Frauen Hürden auf, die die Rückkehr in das Erwerbsleben erschweren. Neben der inneren Zerrissenheit zwischen Kind und Familie auf der einen Seite und Beschäftigung auf der anderen Seite, stoßen Frauen mit Kindern immer wieder auf Skepsis und Ablehnung bei Arbeitgebern. Auch an der Kinderbetreuung während der Arbeitszeit scheitert oftmals ein beruflicher Widereinstieg.
Der Weg in die Selbstständigkeit bietet daher für viele Frauen eine attraktive Alternative. Zum einen lassen sich so Familie und beruflicher Erfolg unter einem Hut bringen, zum anderen ermöglicht die Selbstständigkeit der Frau große Freiheiten was die Aufteilung der Arbeit, Arbeitszeiten und Umfang der Tätigkeit angehen. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Experten des Instituts für Mittelstandsforschung an der Universität Mannheim. Die Selbstständigkeit der Frauen nach der Familienphase ermöglicht weiblichen Existenzgründern eine möglichst hohe Flexibilität, wie sie oftmals in einem Angestelltenverhältnis kaum der Fall ist. Auch hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu männlichen Gründern: Während für Frauen die große zeitliche Flexibilität eine wesentliche Rolle bei der Existenzgründung spielt, verfolgen Männer vor allem materielle Ziele mit einer Existenzgründung.
Altersvorsorge sehr wichtig
In der ersten Gründungsphase sind viele Gründer von einer Art Euphorie erfasst, die die Altersvorsorge leicht vergessen macht. Entweder, weil die Selbstständigkeit so gut angelaufen ist, dass man sich vor Arbeit kaum retten kann und das Thema Altervorsorge auf die lange Bank schiebt, oder weil der Start schlechter verlief als erhofft und an einem Aufbau der Altersvorsorge kaum zu denken ist.
Als Selbstständiger ist man für seine Altersvorsorge selbst verantwortlich. Der Zwang in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen besteht für Selbstständige nicht. Die Versicherungswirtschaft und der Staat haben in den letzten Jahren darauf reagiert und auch für Existenzgründer günstige Angebote für die eigene Rentenvorsorge entwickelt. Ein Beispiel ist die sogenannte Basisrente, besser bekannt als Rürup-Rente. Besonders interessant sind diese Modelle wegen ihrer hohen Flexibilität der Beitragszahlung, die mit einer Option für Einmalzahlungen im Jahr vor allem Gründern und Selbstständigen mit unsicheren Einkommen entgegen kommen. Außerdem bietet die Rürup-Rente Insolvenzschutz und die Möglichkeit Beiträge von der Steuer abzusetzen.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Für Existenzgründer und Selbstständige ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein Muss. Im Fall der Berufsunfähigkeit tritt diese Versicherung in Kraft und zahlt einen monatlichen Betrag an den Versicherten aus. Welche Leistung und welche Beiträge man zahlen sollte um für den Fall der Berufsunfähigkeit vorzusorgen, sollte jeder Existenzgründer mit einem Versicherungsfachmann besprechen.
Daher ist es nicht nur für weibliche Existenzgründer besonders wichtig sich zu Fragen der Altervorsorge bzw. Vorsorge im Falle von Krankheit und Berufsunfähigkeit zu machen. Selbstständige erhalten im Krankheitsfalle keine Lohnfortzahlung. Die einzige Möglichkeit Lohnfortzahlungen zu erhalten ist, wenn man in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert ist. Dann hat man, wie jeder Pflichtversicherte, das Anrecht auf Lohnfortzahlung nach sechs Wochen Krankheit. Doch wer als Selbstständiger auf den Lebensunterhalt aus der Selbstständigkeit angewiesen ist, wird kaum sechs Wochen ohne Einkommen auskommen können. Eine weitere Möglichkeit wäre eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, die im Krankheitsfalle Lohnfortzahlungen leistet.
Tags: Altervorsroge, Basisrente, Berufsunfähigkeit, Existenzgründer, GKV, Gründer, Krankenkasse, Lohnfortzahlung, PKV, Rürup Rente, Selbstständiger, Selbstständigkeit, Versicherung
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3. November 2009 at 59Europe/BerlinTue, 03 Nov 2009 09:59:49 +0000
Hallo,
habe folgenden Artikel zu einem ähnlichen Thema gefunden: Frauen im Franchising. Scheint eine ganz gute Alternative zu sein, oder?
http://www.gruenderlexikon.de/blog/2009/09/25/frauen-und-franchising-eine-erfolgreiche-kombination/
Gruß,
Tobias