Nachfolge mit Beteiligungsgesellschaft
Beteiligungsgesellschaften oder auch Privat Equity genannt, haben bei klein- und mittelständischen Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand. Viele Mittelständler fürchten Beteiligungsgesellschaften. Das Bild der Heuschrecke ist in vielen Köpfen fest verankert. Dabei haben sich gerade Beteiligungsgesellschaften als langfristige Investoren erwiesen, die an einer stabilen Zusammenarbeit interessiert sind.
Partner für den Mittelstand
Bei Wachstumsschritten oder bei der Unternehmensnachfolge haben sich Beteiligungsgesellschaften als stabile Partner für den deutschen Mittelstand erwiesen. Vor allem im Zeiten der Kreditklemme und der wirtschaftlichen Krise erfreut sich die Nachfrage nach Private Equity größerer Beliebtheit. Doch längst nicht jedes Unternehmen kommt in den Genuss von Beteiligungskapital. Die Gesellschaften haben strenge Voraussetzungen, die die Unternehmen erfüllen müssen, um an das begehrte Kapital zu kommen. Vor allem für die Unternehmensnachfolge bieten Beteiligungsgesellschaften eine gute Finanzierungsalternative.
Unternehmensnachfolge
Bei etwa einem Drittel aller Fälle, bei denen mittelständische Unternehmen mit Beteiligungsgesellschaften zusammenarbeiten, geht es um die Regelung der Unternehmensnachfolge. Nach den Erhebungen des Centers for Management Buy Out Research (CMBOR) waren von den im Jahr 2008 abgeschlossenen 131 Unternehmensverkäufen durch Beteiligungsgesellschaft immerhin 40 Nachfolgeregelungen darunter.
Wie bereits hier im Blog mehrfach aufgegriffen, muss der Alt-Eigentümer auch zum Wechsel bereit sein. Das heißt, er muss loslassen können und seine Mehrheit an den Nachfolger abgeben. Wer die Unternehmensnachfolge mit Hilfe einer Beteiligungsgesellschaft durchführen möchte, bleibt gar nichts anderes übrig als loszulassen. Denn in der Regel macht der Investor genau dies zur Bedingung, bevor er dem Unternehmen Kapital zur Verfügung stellt. Am liebsten wird es von den Beteiligungsgesellschaften gesehen, wenn das bisherige Management ebenfalls in das Unternehmen einsteigt, um so eine Kontinuität im Unternehmen zu wahren und dem Nachfolger zur Seite zu stehen.
Nach der geglückten Übergabe vom Alteigentümer an den Neueigentümer unterstützt der Investor das Unternehmen bei strategischen Themen. In der Regel wird ein quartalsweise tagender Beirat eingerichtet, der beispielweise aus dem Alteigentümer, Mitarbeitern der Beteiligungsgesellschaft sowie einigen externen Beratern oder Managern aus der jeweiligen Branche besteht. Dieser Beirat kann sich mit seinen Erfahrungen und seinen Kontakten in das mittelständische Unternehmen einbringen und bei der Bewältigung der strategischen Fragestellungen beratend zur Seite stehen.
Voraussetzungen
Um in den Genuss der Beteiligung zu kommen, müssen Unternehmen gewisse Voraussetzungen erfüllen und bereits am Markt bewährt haben. Dazu kommt, das auch die Wachstumschancen stimmen müssen, bevor sich eine Beteiligungsgesellschaft an einem Unternehmen beteiligt.
Vor allem wenn es um das Wachstum des Unternehmens geht, scheitern Unternehmer oft am fehlenden Know-how, um die neuen Herausforderungen auch zu meistern. Hinzu kann auch ein Mangel an internationalen Kontakten kommen, wenn das Unternehmen ins Ausland expandieren will. Allerdings scheitern die meisten Expansionen am dringend benötigten Kapital.
Aufgrund der internationalen Kontakte, sowie dem umfassenden Know-how bieten sich hier Beteiligungsgesellschaften als idealer Partner für das Unternehmen an – von den finanziellen Möglichkeiten ganz zu schweigen.
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30. September 2011 at 01Europe/BerlinFri, 30 Sep 2011 09:01:18 +0000
[...] gibt es auch noch Alternativen zum Bankdarlehen. Eine Möglichkeit wäre die Beteiligung einer privaten Beteiligungsgesellschaft. Der Vorteil hierbei ist, dass die Beteiligungsgesellschaft [...]