Familienunternehmen setzen auf Hausbank

22. März 2010 von JK

Familienunternehmen betreiben in der Regel eine konservative Finanzpolitik. Dazu gehört auch, dass die meisten familiengeführten Unternehmen auf die gute alte Hausbank setzen. Auch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat an der engen Beziehung von Bank und Unternehmen nichts geändert – gleichfalls aber haben sich die Bedingungen für die Unternehmen wesentlich verschärft.

Erster Ansprechpartner

Für viele Familienbetriebe ist und bleibt die Hausbank der erste Ansprechpartner wenn es um Geld geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Intes-Beratung für Familienunternehmen. Aus der Analyse der Studie ergibt sich, dass 81 Prozent der befragten Unternehmen im Zuge einer Investition zuerst den Rat ihrer Hausbank suchen. Doch das Ergebnis ist nicht wirklich überraschend, denn die Banken finanzieren bei etwa 80 Prozent der Familienunternehmen auch das laufende Geschäft. Für familiengeführte Unternehmen sind die Hausbanken daher die ersten und natürlichen Kapitalgeber.

Abgekühltes Verhältnis

Viele Unternehmer haben in den vergangenen Wochen und Monaten laut über die verschärften Kreditkonditionen, erhöhten Sicherheitsforderungen und eingeschränkte Kompromissbereitschaft der Banken geklagt. Das zurückgefahrene Engagement der Banken hat dazu geführt, dass sich vielerorts das Verhältnis zwischen Banken und Unternehmen deutlich abgekühlt hat. Viele Unternehmer sind dazu übergegangen sich auch nach anderen Formen der Finanzierung umzuschauen.

Abhängigkeit

Doch wer auf fremde Investoren verzichten möchte und unabhängig bleiben will, ist nach wie vor auf die Zusammenarbeit mit der Hausbank angewiesen. Das Wittener Institut für Familienunternehmen hat herausgefunden, dass sich trotz des abkühlten Verhältnisses zur Bank die Unternehmenspolitik der meisten Familienunternehmen kaum geändert hat. Daher sind vielen familiengeführte Betriebe von der Finanzierungsbereitschaft der Hausbank abhängig.

Aus diesem Grund sind viele Familienunternehmen dazu bereit, Zugeständnisse bei der Kreditbeantragung zu machen – im Gegensatz zu Konzernen, die sich auch auf andere Weise mit Kapital versorgen. In vielen Bereichen spielt die Tradition eine wichtige Rolle, wie das Wittener Institut für Familienunternehmen herausfand. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass vielen Unternehmen die traditionelle Zusammenarbeit mit der Hausbank bedeutend wichtiger ist als die Kreditkonditionen der Bank.

Aber auch die Hausbanken sind sich der Abhängigkeit bewusst. Da die Geschäfte mit Familienunternehmen in der Regel für die Banken sehr lukrativ sind, sind auch diese an einer möglichst langfristigen Zusammenarbeit mit den Unternehmen interessiert. Doch nur gute Beziehung reichen vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise nicht aus. Mehr denn je müssen die Unternehmen ihre Hausbanken in das tägliche Geschäft mit einbeziehen, wenn sie auch weiterhin auf die Finanzierung der Banken bauen wollen.

Ausbau der Zusammenarbeit

Für Familienunternehmen bedeutet das, dass sie ihre Zusammenarbeit mit den Banken ausbauen müssen. Die Unternehmen müssen sich heute mehr als noch vor ein paar Jahren als gute Kunden präsentieren. Doch für viele Familienunternehmen wird das eine ganz besondere Herausforderung werden, wissen die Experten für Familienunternehmen zu berichten. Ein Hauptschwerpunkt ist dabei eine offene und ehrliche Kommunikationspolitik der Unternehmen gegenüber ihrer Bank. Nur so kann eine kooperative Zusammenarbeit mit der Hausbank funktionieren.

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Eine Reaktion

  1. Lord Anubis

    Ich finde in Zeiten Der Wirtschaftskrise sollte eine Bank auf die Unternehmen zu gehen und nicht umgekehrt. denn auch wenn die Unternehmen einen Kredit Brauchen so können Banken ohne einen Kredit auszugeben icht überleben.

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