Erfolgreich aus der Not gegründet

16. Juli 2010 von JK

In Deutschland ist die Existenzgründung aus der Not heraus weitverbreitet. Wer arbeitslos ist, versucht sich mit einer Selbständigkeit über Wasser zu halten, bis sich eine neue Festanstellung ergibt. Eine Studie belegt nun, dass die Existenzgründungen aus der Not heraus nicht zwangsläufig scheitern müssen. Im Gegenteil: Viele Existenzgründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet haben, haben ganz gute Überlebenschancen.

Notgründungen

Als Notgründer bezeichnet man gerne die Existenzgründer, die sich bedroht von Existenzängsten zur Selbständigkeit aus der Arbeitslosigkeit als einzige Alternative gezwungen sehen. Im Gegensatz zu anderen Existenzgründer unterstellt man dieser Gruppe gern, dass ihnen die Leidenschaft für das Unternehmertum fehlt. Wirtschaftspolitiker und Arbeitsmarktforscher gaben solchen Existenzgründungen kaum eine Chance am Markt zu überleben. Solchen Existenzgründungen wurde nur eine geringe Beständigkeit bescheinigt und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung vernachlässigt.

Studie

Diese Haltung muss wohl überdacht werden. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA) hat herausgefunden, dass nach fünf Jahren immer noch 70 Prozent aller Gründer, die durch die Arbeitsagentur gefördert wurden, noch am Markt sind.

Der Erfolg einer Existenzgründung hängt weniger davon ab, aus welcher Situation heraus die Gründung erfolgte, sondern von der Motivation des Gründers. Außerdem ist der Anteil der reinen Notgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus mit 12 Prozent relativ gering, im Vergleich zu anderen Motiven. 16 Prozent aller Gründung erfolgen ausschließlich aus Gründen, die die Studie als positive Gründungsmotive einstuft – wie etwa eine entdeckte Marktlücke zu schließen. Der überwiegende und größte Teil der Existenzgründer geht den Weg in die Selbständigkeit aus mehreren und mindestens einem positiv besetzten Motiven.

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Eine Reaktion

  1. Karin Weber

    Aus der Not heisst nicht immer aus der Not.. für mich war es Erlösung! Endlich von einem Chef wegzukommen, der seine besten Leute (da die nicht zu seiner engsten Clique gehörten ) wegzubossen und selbst zu bestimmen, wann ich mit wem Kooperationen eingehe, hat bei mir letztendlich in diesem Jahr zu einer GmbH – Gründung geführt! Und wir sind gerade dabei, den damaligen “Boss” zu überholen! ;-)

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