Zahl der Insolvenzen sinkt

30. Juli 2010 von JK

Die derzeitige Konjunkturbelebung hat nicht nur Auswirkung auf die Arbeitslosenzahlen und Existenzgründungen, sondern auch auf die Zahl der Firmenpleiten. Erstmals seit Anfang 2009 ist die Zahl der Insolvenzen in einem Monat gesunken. Durch die aktuelle Entwicklung hoffen Wirtschaftsexperten, dass sich die Gesamtbilanz der Insolvenzen 2010 etwas abmildert. Entspannung wird aber erst in 2011 erwartet.

Rückgang

Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sind im April diesen Jahres 2.794 Unternehmen in die Insolvenz gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 6,2 Prozent. Seit Januar 2009 gab es keinen Rückgang der Firmenpleiten mehr. Im Januar 2009 betrug der Rückgang 0,1 Prozent. Im November 2008 hatte es den letzten größeren Rückgang im Bereich der Unternehmensinsolvenzen gegeben.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass zur gleichen Zeit die Summe der offenen Forderungen von 3,4 auf 5,8 Milliarden Euro hoch schnellte. Dies steht im direkten Zusammenhang mit den Pleiten einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen in diesem Jahr.

Im ersten Quartal 2010 registrierte das Statistische Bundesamt insgesamt 11.024 zahlungsunfähige Unternehmen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 3,1 Prozent. Für das ganze Jahr 2009 registrierten die Statistikexperten insgesamt etwa 33.000 Firmenpleiten. Dies entspricht einen Anstieg von 11,6 Prozent für das ganze Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Ausblick

Dabei waren nicht nur klein- und mittelständische Unternehmen von der Pleitewelle betroffen sondern auch einige große und bekannte Unternehmen. Wirtschaftsexperten rechnen in diesem Jahr mit etwa 33.100 Insolvenzen, was einem Anstieg von 1,3 Prozent entspricht. Erst für 2011 wird mit einem allgemeinen Rückgang gerechnet.

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