Alternative Kapitalquellen für Existenzgründer

24. Oktober 2011 von JK

Existenzgründer, die Wagniskapitalgeber suchen, haben es nicht leicht. Wagniskapitalgeber prüfen mögliche Kandidaten sehr genau, bevor sie sich engagieren.

Venture Capital

Als Venture Capital wird nicht nur hierzulande die Vergabe von Wagniskapital für Existenzgründer genannt. In der Regel stammt das Geld dafür von Beteiligungsgesellschaften, wie etwa die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH (MBG H). Beteiligungsgesellschaften investieren in der Regel kurzfristig in Startups, um irgendwann mit Gewinn aus ihrer Beteiligung auszusteigen.

Unter anderem wurden Beteiligungsgesellschaften in der Vergangenheit schnell mit Heuschrecken gleichgesetzt. Dabei sind Beteiligungsgesellschaften für Unternehmen nicht zu deren Nachteil. Der Wagniskapitalgeber unterstützt das Unternehmen und dessen Management nicht nur mit Kapital, sondern auch mit Know-how und mit einem tragfähigen Netzwerk bzw. baut mit dem Unternehmen ein solches auf. Auch bei der Suche nach passendem Personal sind viele Beteiligungsgesellschaften behilflich. Letztlich liegt das Wohlergehen des Unternehmens im Interesse der Beteiligungsgesellschaften – schon allein um ihre eigenen Investitionen sicherzustellen.

Der Weg zum Wagniskapital ist unter Umständen jedoch lang. Wer mit einer Beteiligungsgesellschaft zusammenarbeiten möchte, muss zunächst viele Fragen beantworten. Auch das ist eine Folge aus der vergangenen Wirtschafts- und Finanzkrise. Zwar stieg der Geschäftsklimaindex, der vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BKV) gemeinsam mit der KfW erhoben wird, auf 59,6 Punkte – so hoch wie im Frühjahr 200 nicht mehr. Trotzdem sind die Kapitalgeber nach wie vor vorsichtig.

Gute Verzinsung

Das deutsche Wagniskapital verzinst sich im internationalen Vergleich besonders gut, nicht zuletzt aufgrund der waltenden Vorsicht der deutschen Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Trotzdem gibt es Branchen, die es nach wie vor schwer haben, an Wagniskapital zu kommen, allen voran kapitalintensive Branchen wie etwa die Halbleiterindustrie. Überzeugen lassen sich Beteiligungsgesellschaften daher von guten Geschäftsideen und den Gründerteams.

Besonders beliebt für Investitionen sind vor allem Unternehmen mit niedrigen Fixkosten. Aus diesem Grund sind die Investitionen deutscher Beteiligungsgesellschaften unterm Strich rentabler als beispielsweise Beteiligungsgesellschaften im Mutterland des Venture Capital – den USA. Besonders attraktiv sind zur Zeit Internet-Startups und Firmen der Biotechnologie. Vor allem Software-Startups kommen in der Regel ohne große Fixkosten aus und sind durchgängig erfolgversprechend.

Geld einsammeln wird schwieriger

Vor den Erfahrungen der Wirtschafts- und Finanzkrisen ist es für viele Beteiligungsgesellschaften schwieriger geworden Kapital einzusammeln. Vor allen Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen scheuen das Investment in Risikokapital. Größte Investoren sind zur Zeit Familienunternehmen und Stiftungen, die ihr Geld in Risikokapitalgesellschaften anlegen.

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Eine Reaktion

  1. alexander klautke

    was die fixkosten betrifft hätte ich ja allerbeste voraussetzungen.
    aber leider bekommt man immer wieder den eindruck, kapitalgeber sind eher an millionenbeträgen und technologie-branchen interessiert als an innovativen diestleistern mit kapitalbedarf im fünfstelligen bereich

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