Finanzspritze für Gründer, Selbstständige und Betriebe

28. April 2014 von JK
Finanzspritze für Gründer, Selbstständige und Unternehmen

© Jorma Bork / pixelio.de

Die öffentlichen Bürgschaften sind heute längst geübte Praxis und Bestandteil fast jeder Unternehmensfinanzierung. Grundvoraussetzung für eine Bürgschaft ist, dass Banken und Kreditinstitute überhaupt bereit sind, das Unternehmenskonzept eines Existenzgründers bzw. das laufende Geschäftsmodell eines Unternehmens zu finanzieren. Das Einverständnis des finanzierenden Instituts hängt in der Regel von mehreren Faktoren ab.

 

Faktoren für eine Kreditzusage

 

Grundvoraussetzung für die Zusage über die gewünschte Finanzierung ist das Geschäftsmodell des Existenzgründers bzw. des Unternehmens. Das heißt, die Bank bzw. das Kreditinstitut überprüft die Wahrscheinlichkeit, mit der eine ordnungsgemäße Rückzahlung eines Kredites zu erwarten ist. Erst wenn es davon überzeugt ist, stellt sich überhaupt erst die Frage der Besicherung des Kredits. Können Existenzgründer, Unternehmen und deren Gesellschafter nicht ausreichend Sicherheiten bereitstellen, kommen die Bürgschaftsbanken der Länder ins Spiel. Bei den Bürgschaftsbanken können Existenzgründer und Unternehmen zur Verstärkung der Besicherungsmasse einen Antrag auf eine Bürgschaft stellen.

 

Wie lange es dauert, bis die Bürgschaftsbank über eine Bürgschaft entscheidet, ist vom Einzelfall abhängig. Im Rahmen der Prüfung analysieren die Mitarbeiter und Experten der Bürgschaftsbanken die Geschäftsmodelle, die handelnden Personen, das Projekt sowie vorhandene Risikofaktoren.

 

Bürgschaften der Bürgschaftsbank Hessen

 

Als Förderinstitut übernimmt die Bürgschaftsbank Hessen (BBH) gegenüber Kreditinstituten Bürgschaften als Kreditabsicherung für Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmen in Hessen, wenn deren zu finanzierende Vorhaben sinnvoll und Erfolg versprechend sind. Die Bürgschaftsbank Hessen übernimmt Bürgschaften für Investitionsfinanzierungen bis zu 80 Prozent und für Betriebsmittelfinanzierungen bis zu 60 Prozent der Kreditsumme. Der höchstmögliche Betrag einer Bürgschaft beträgt dabei 1,25 Millionen Euro.

 

Mit einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen als Sicherheit erhalten Unternehmen, Selbstständige, Gründer und Unternehmensnachfolger leichter und in der Regel auch Zins günstiger Kredite von Banken und Sparkassen.

 

Beantragt werden kann eine Bürgschaft für:

  • Existenzgründungen
  • Betriebsübernahmen, tätige Beteiligungen
  • Betriebserweiterungen/-verlagerungen
  • Rationalisierungs- und Modernisierungsmaßnahmen
  • Investitionen in Maschinen, Gebäude und Warenlager
  • die Finanzierung von Betriebsmitteln (auch Kontokorrentkreditlinien)
  • Bankbürgschaften für Anzahlungen, Vertragserfüllung und Gewährleistungen

 

Die EU-Beihilferichtlinien, denen die Bürgschaftsbank unterliegt, können in Einzelfällen einer Förderung entgegenstehen.

 

Für ganz eilige und/oder dringende Fälle, hat die Bürgschaftsbank Hessen die Express-Bürgschaft entwickelt. Ziel der Express-Bürgschaft ist es, bestehenden Unternehmen und Freiberufler in Hessen kleinteilige Kredite ihrer Hausbanken einfacher, unbürokratischer und vor allem schneller zugänglich zu machen. Die Anträge werden online-basiert, standardisiert und weitgehend automatisiert bearbeitet, so dass in der Regel innerhalb von 24 Stunden, bis maximal 3 Tagen eine Bürgschaftszusage erteilt werden kann. Dazu müssen lediglich fünf einfache Kriterien erfüllt sein; Businesspläne oder fachliche Stellungnahmen von Kammern und Verbänden muss der Antragsteller für eine Express-Bürgschaft nicht beibringen.

 

Weitere Angebote der Bürgschaftsbank Hessen finden Sie hier.

 

 

(Bild: © Jorma Bork / pixelio.de)

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