Altersvorsorge bei Selbstständigen

19. Dezember 2016 von JK
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Altersvorsorge für Selbstständige

© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Die Altersvorsorge bei Selbstständigen ist seit geraumer Zeit immer wieder Diskussion in der Politik und den Medien. Von Seiten der Regierung wird immer wieder vor der Gefahr einer möglichen Altersarmut bei Selbstständigen gewarnt. Es wäre falsch, dass Risiko gänzlich von der Hand zuweisen, aber eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass deutlich mehr Selbstständige Altersvorsorge betreiben als zunächst angenommen.

Mit dem Argument der Altersarmut wird die Einführung einer Rentenversicherungspflicht für Selbstständige begründet. Ursprünglich hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das DIW mit einer Studie über die Altersvorsorge unter Selbstständigen beauftragt. Dabei kam heraus, dass die Hälfte aller Selbstständigen Lebensversicherungsverträge von über 50.000 EUR abgeschlossen bzw. die Zeitpunkt der Befragung aktiv in die Rentenversicherung eingezahlt hat.

 

Verschiedene Möglichkeiten der Altersvorsorge

 

Die Selbstständigen sorgen jedoch auf höchst unterschiedliche Weise für das Alter vor. Vor allem der Kauf von Immobilien steht dabei sehr hoch im Kurs. Auch der Abschluss von Rechtenversicherungen wie der steuerbegünstigten Rürup-Rente, Wertpapiere, Investmentfonds und Sparverträge erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die ursprüngliche Studie des DIW berücksichtigte allerdings nur Lebensversicherungsverträge, die durch den Mikrozensus 2010 als Vorsorgeform abgefragt wurden. Andere Möglichkeiten der Altersvorsorge wurden nicht berücksichtigt. Nun hat der Autor der DIW-Studie nachgebessert und auch noch andere, wenn auch nicht alle, Altersvorsorgemöglichkeiten in seine Arbeit einfließen lassen.

Fazit der neuen Studie ist, dass 91 Prozent der Selbstständigen für das Alter vorsorgen und/oder über ein Vermögen von über 250.000 Euro verfügen. Unter den neun Prozent, die nicht für ihr Alter vorsorgen, befindet sich vermutlich eine Vielzahl von jüngeren Selbstständigen und Existenzgründern, die noch nicht genügend Zeit oder finanzielle Mittel zum Vermögensaufbau hatten.

Etwa 43 Prozent der Selbstständigen zahlen in die Deutsche Rentenversicherung ein. Bei denjenigen, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen sind auffällig viele Gründer sogenannte Teilzeitgründer, die wahrscheinlich über ihren Partner versichert sind.

Ebenfalls auffällig ist, dass Zweidrittel von denjenigen, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen und auch nicht über eine private Rentenversicherung abgesichert sind, über Immobilienvermögen verfügen.

Immerhin ein Sechstel der nicht rentenversicherten Selbstständigen verfügt Bargeld-, Aktien-, Anleihen- oder Investmentfondsvermögen mit mindestens 100.000 Euro.

 

 

(Bild: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de)

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