Betriebliche Versicherungen für Existenzgründer

14. August 2017 von JK
Gegen viele betriebliche Risiken können sich Gründer effektiv absichern.

© Gerd Altmann Shapes AllSilhouettes.com / pixelio.de

Um sich vor betrieblichen Risiken schützen, sollten Existenzgründer und Selbstständige zunächst einmal analysieren, wo überhaupt ihre Hauptrisiken liegen. Denn nicht jede Versicherung ist auch für jeden unbedingt notwendig. Sind die Hauptrisiken identifiziert, können sich Gründer Angebote für betriebliche Versicherungen einholen.

 

Betriebliche Risiken minimieren

 

Was passiert, wenn einmal ein wirklich großer Schadensfall eintritt, beispielsweise wenn ein Kunde wegfällt oder die Maschinen stillstehen. Dann kommt es zu einer Betriebsunterbrechung die schnell lebensbedrohlich für das Unternehmen werden kann.

Die Versicherungswirtschaft hat für die verschiedensten Bedürfnisse und Branchen unterschiedliche Produkte entwickelt. Aber was für den Einen betrieblich sinnvoll ist, kann für den Anderen vollkommen überflüssig sein.

Die wichtigsten betrieblichen Versicherungen im Überblick:

  • Betriebshaftpflichtversicherung: Sie übernimmt Schadenansprüche Dritter beispielsweise von Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Besuchern.
  • Berufshaftpflichtversicherung: Die betriebliche Versicherung ist vor allem für Dienstleistungsunternehmen und Freiberufler sinnvoll. Sie schützt Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen eines Berufsvergehens. Dazu zählt u. a. eine falsche Beratung oder Begutachtung.
  • Betriebsunterbrechungsversicherung: Kommt es zum Stillstand – eine Betriebsunterbrechung –, übernimmt die Versicherung die laufenden Kosten für Löhne und Gehälter, Mieten, Pachten und Zinsen, solange keine Erträge durch den Betriebsstillstand erwirtschaftet werden können.
  • Vermögensschadensversicherung: Diese betriebliche Versicherung richtet sich vor allem an Unternehmensleiter. Sie übernimmt Ansprüche der Gesellschaft, die durch GmbH-Geschäftsführer und AG-Vorstände entstanden sind und für die diese Personen gegenüber der Gesellschaft persönlich haften.
  • Einbruchdiebstahlversicherung: Eine solche Versicherung übernimmt Schäden, die durch Diebstahl, Zerstörung, Beschädigung etc. entstanden sind.
  • Elektronikversicherung: Wer vor allem digital arbeitet, für den kann eine solche betriebliche Versicherung sinnvoll sein. Sie übernimmt beispielsweise Kosten zum Wiedereinsatz von Programmen und Wiedergabe von Daten und auch die Kosten zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, die nach einem Virenbefall anfallen können.
  • Feuerversicherung: Die Feuerversicherung übernimmt Schäden, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Flugzeugabsturz entstanden sind.
  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Wer einen oder mehrere Firmenfahrzeuge besitzt, benötigt diese Versicherung, die Schäden an Personen, Sachen und Vermögen übernimmt, die der Fahrer gegenüber Dritten verursacht hat. Außerdem kann ohne eine Kfz-Haftpflichtversicherung kein Fahrzeug zugelassen werden – auch nicht auf Privatpersonen.
  • Leitungswasserversicherung: Diese Art von Versicherung übernimmt die Schäden, die durch austretendes Wasser aus Wasserleitungen, Wasser- und Heizungsanlagen entstanden sind.
  • Maschinenversicherung: Wer einen Maschinenpark betreibt, sollte über diese betriebliche Versicherung nachdenken. Sie sichert Kosten für Reparaturen an stationären und mobilen Maschinen ab, die beispielsweise durch menschliches Versagen, Bedienungsfehler, Fahrlässigkeit etc. entstehen können.
  • Produkthaftpflichtversicherung: Wer eines oder mehrere Produkte vertreibt, kann mit einer solchen Versicherung Schäden, die Dritte durch fehlerhafte Produkte erleiden, abdecken. Diese Versicherung richtet sich vor allem an Hersteller, Lieferanten und Lizenznehmer.
  • Sturmversicherung: Eine solche Versicherung übernimmt Sturmschäden, die an Gebäuden und beweglichen Sachen entstanden sind.
  • Umwelthaftpflichtversicherung: Werden durch den Betrieb der Boden, das Wasser oder die Luft verunreinigt, übernimmt die Versicherung die daraus resultierenden Kosten.
  • Versicherung für Mitarbeiter: Wer Mitarbeiter in seinem Unternehmen beschäftigt, sollte eine solche betriebliche Versicherung abschließen. Zur Mitarbeiterversicherung zählen u. a. die Unfallversicherung, die betriebliche Alterssicherung und auch neue Altersvorsorgemöglichkeiten.
  • Vertrauensschadenversicherung: Entstehen Kosten durch Unterschlagung, Diebstahl, Fälschung, Betrug und andere Vermögensdelikte, übernimmt eine solche Versicherung diese.

 

Bei einem Abschluss einer betrieblichen Versicherung sollten Gründer, Selbstständige und Unternehmer darauf achten, dass viele Anbieter für Maßnahmen zur Schadensverhütung Prämien gewähren. So können Versicherungsnehmer zum Beispiel Rabatte rausholen, wenn sie Alam-, Feuermelde-, Sprinkler- oder Löschanlagen vorweisen können. Rabatte können auch dann eingerichtet werden, wenn über einen gewissen Zeitraum keine Schadensfälle aufgetreten sind. Dabei gilt: kleinere Schäden aus der eigenen Tasche zu zahlen, kann in der Regel ordentlich Geld sparen.

 

 

(Bild: © Gerd Altmann Shapes AllSilhouettes.com / pixelio.de)

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