Existenzgründung: Herausforderungen meistern

2. Oktober 2017 von JK
Herausforderungen gehören zur Existenzgründung dazu.

© Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Herausforderungen und Risiken gehören zu unserem Leben dazu. Zu akzeptieren, dass es sie gibt, macht das Leben bedeutend einfacher. Zu den größten Herausforderungen gehört wohl für die meisten Menschen der Schritt in die Selbstständigkeit. Schnell stellt sich die Frage: Bin ich überhaupt zur Existenzgründung geeignet? Welche Eigenschaften brauche ich, um erfolgreich zu sein?

 

Sicherlich gibt es einige Eigenschaft, Stärken und Fähigkeiten, die eine erfolgreiche Selbstständigkeit unterstützen. Daher kann es nicht schaden, sich vor der Existenzgründung mit der Frage auseinander zu setzen, welche Stärken und Schwächen man selbst mitbringt und ob man insbesondere die Schwächen im Bezug auf eine Existenzgründung auch ausgleichen kann.

 

Herausforderungen annehmen

 

Der Erfolg einer Existenzgründung hängt oftmals vom Gründer selbst ab. Daher ist es durchaus legitim sich vor der Existenzgründung selbst zu fragen, ob man ein Unternehmertyp ist. Wichtig dabei ist, dass es nicht unbedingt auf eine klare Antwort im Sinne von „Ja“ oder „Nein“ ankommt. Vielmehr geht es dabei darum, die Herausforderungen an eine Selbstständigkeit zu kennen, anzunehmen und sich zu behaupten.

Dazu gehört es u. a. sich mit seinen eigenen Stärken und Schwächen auseinander zu setzen. Im Rahmen eines Gründercoachings beispielsweise kommen viele Existenzgründer bereits ins Stocken, wenn der Coach fragt, ob der Gründer auch als Unternehmer geeignet ist, wo seine Stärken liegen und wo es aus seiner Sicht noch Handlungsbedarf gibt.

Die meisten Gründer nehmen sich vor einer Gründung nämlich nicht die Zeit, um sich einmal selbstkritisch mit sich auseinander zu setzen. Schaut man sich aber die Biografien erfolgreicher Gründer an, so wird man schnell feststellen, dass die meisten von ihnen sich ganz gezielt mit ihren eigenen Stärken auseinandergesetzt und ihre Schwächen identifiziert und bearbeitet haben.

 

Multitalent!?

 

Existenzgründer sollten bestenfalls Multitalente sein. Das heißt, sie müssen Produkte entwickeln und bewerben, Kunden werben, möglichst gute Konditionen bei Lieferanten herausholen und ggf. Mitarbeiter führen. Insgesamt nehmen Gründer oft ein Vielfaches an Stress auf als Angestellte. Sie investieren Zeit, Geld und arbeiten viel – immer mit dem Ziel, alle Herausforderungen zu meistern und das Unternehmen zum Erfolg zu bringen. Gründer sollten daher auf jeden Fall belastbar sein und auch unter Stress noch konzentriert arbeiten können.

Nützliche Eigenschaften

Um alle Herausforderungen angehen und meistern zu können ist Motivation eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Existenzgründung. Daneben sind Durchsetzungsvermögen, Kreativität und vor allem emotionale Stärke weitere wichtige Eigenschaften, über die ein Existenzgründer verfügen sollte. Oftmals stehen Gründer und Selbstständige vor schwierigen Aufgaben und unsicheren Situationen. Mit einer gewissen Risikobereitschaft können aber auch solche Herausforderungen mit eigenen Ideen gemeistert werden. Außerdem muss jeder Gründer, Selbstständige und Unternehmer flexibel auf Entwicklungen am Markt reagieren können.

 

Verantwortung übernehmen

 

Eine der größten Herausforderungen für Gründer ist die Übernahme von Verantwortung. Als Gründer und Selbstständige hat man viel Verantwortung sowohl für das Produkt, als auch für die Kunden, Mitarbeit und Lieferanten – oder kurz gesagt: für das ganze Unternehmen. Dazu gehört auch Entscheidungen zu treffen, auch vor dem Hintergrund, dass der Erfolg solcher Entscheidungen meist erst einige Zeit später überhaupt erkennbar wird. Durchhaltevermögen und Geduld sind daher ebenfalls zwei gute Eigenschaften, von den Gründer und Selbstständige viel haben sollten.

 

Zeit investieren

 

Neben mangelnden kaufmännischen Fähigkeiten sich auch familiäre Probleme eine Gefahr für eine erfolgreiche Existenzgründung. Gründungsexperten empfehlen daher vor dem Schritt in die Existenzgründung für klare Verhältnisse um persönlichen Umfeld zu sorgen. Eine Existenzgründung ist oft mit viel Stress verbunden. Und auch die Zeit mit der Familie und Freunden wird knapper als sonst ausfallen. Existenzgründer müssen daher bereit sein, viel Zeit zu investieren, die ihm dann für andere Aktivitäten wieder fehlen.

 

Fragen, die sich jeder Existenzgründer stellen sollte

 

Wer erfolgreich eine Existenz gründen möchte, steht vor folgenden Herausforderungen, die gerne als Leitfragen verstanden werden können:

  • Kenne ich meine Stärken und Schwächen?
  • Bin ich belastbar und kann ich auch unter Stress konzentriert arbeiten?
  • Bin ich emotional stabil und kann ich mich auch unternehmerisch durchsetzen?
  • Bin ich bereit Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen selbständig zu treffen?
  • Bin ich bereit Freizeit und Privatleben zugunsten der Existenzgründung zu opfern?

Wer als Existenzgründer einen Großteil der Fragen nur zögerlich oder nur mit „Nein“ beantworten kann, sollte sich gut überlegen den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Eine Alternative wäre die Herausforderungen in einem Team zu meistern. Dadurch können auch eigene Schwächen und Defizite kompensiert sowie Wissen, Motivation, Zielstrebigkeit und Engagement dagegen kumuliert werden.

 

 

(Bild: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)

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