Unternehmensnachfolge im Handwerk

30. April 2018 von JK
Unternehmensnachfolge im Handwerk

© Gerd Altmann Shapes AllSilhouettes.com / pixelio.de

Wer sich selbstständig im Handwerk machen will, sollte vielleicht einmal über eine Unternehmensnachfolge nachdenken. Nach einer aktuellen Untersuchung der Creditrefom Wirtschaftsforschung befassen sind fast Hälfte aller Inhaber von Handwerksbetrieben in Deutschland mit dem Thema Unternehmensnachfolge.

 

Unternehmensnachfolge in den kommenden zehn Jahren

 

43,4 Prozent der Inhaber von Handwerksbetrieben beschäftigt sich aktuell mit dem Thema der Übergabe des Betriebes an einen Nachfolger. Bereits kurzfristig steht in den nächsten zwei Jahren bei 22,2 Prozent der befragten Handwerksbetriebe eine solche Übergabe an. In Ostdeutschland liegt der Anteil sogar bei 24,6 Prozent der befragten Unternehmen. Mittelfristig bis langfristig steht bei 55,2 Prozent der befragten Betriebsinhaber der Rückzug in den kommenden drei bis zehn Jahren an. Eine Nachfolge innerhalb der Familie wird dabei von 55 Prozent der befragten Inhaber bevorzugt.

 

Bürokratische Hemmnisse bei der Unternehmensnachfolge

 

Eine Unternehmensnachfolge sollte gut geplant sein. Experten raten sowohl dem bisherigen als auch den neuen Inhaber die Übergangsphase sorgfältig zu planen. In der Regel bedarf die Übergabe zwischen drei und fünf Jahren, in denen sich der alte Inhaber nach und nach zurückzieht, während der neue Inhaber Stück für Stück in die neuen Aufgaben hineinwächst. Für 76,6 Prozent der Befragten steht die Politik in der Verantwortung, bürokratische Hemmnisse bei der Betriebsübergabe abzubauen. Auch der Ausbau der finanziellen Förderung ist für 31,9 Prozent sinnvoll.

 

Förderungsmöglichkeiten bei Betriebsübernahme

 

Viele Unternehmen in Deutschland haben altersbedingte Probleme bei der Unternehmensnachfolge. In etwa 42.000 Handwerksbetrieben steht daher in den kommenden zehn Jahren ein Generationenwechsel an. Zwar bevorzugen 55 Prozent der Befragten eine familieninterne Nachfolge, doch oftmals verfolgen die Kinder eigene Ziele, so dass viele – auch gut gehenden – möglicherweise Betriebe vor dem Aus stehen. Was auf der einen Seite ein Problem darstellt, ist für Existenzgründer eine Chance. Es gibt eine Menge Förderungsmöglichkeiten für eine Unternehmensnachfolge. Auch die Bürgschaftsbank Hessen steht mit ihren vielfältigen Angeboten bei der Nachfolge in hessischen Betrieben als verlässlicher Partner zur Seite.

 

 

(Bild: © Gerd Altmann Shapes AllSilhouettes.com / pixelio.de)

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