Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat jetzt den Gründerreport 2007 vorgestellt. Dazu nimmt Norbert Kadau, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Hessen GmbH, Stellung. Tenor: Das Gründerklima in Hessen hat sich nicht verschlechtert, Unternehmer mit schlüssigen Konzepten und Businessplänen können über die Bürgschaftsbank ihre Kredite besichern.
“Die insgesamt rückläufigen Gründungszahlen bezieht der DIHK völlig zu Recht auf reduzierte Fördermaßnahmen wie die Ich-AG und Überbrückungsgeld. Als Selbsthilfeinstrument der hessischen Wirtschaft fokussieren wir jedoch weniger auf Quantität denn auf Qualität der Gründungsvorhaben. Denn wir sehen unsere Aufgabe darin, durchdachte Gründungsvorhaben, die auf einem soliden Businessplan fußen, zu fördern und da zu helfen, wo gerade Existenzgründer uns am meisten brauchen: Bei der Besicherung ihrer Finanzierung.
Dabei sehen wir mit Sorge, dass der DIHK noch in erheblichem Maße qualifikatorische Defizite im kaufmännischen Bereich beklagt. Aus unserer Perspektive können wir dies für Hessen jedoch nicht ganz bestätigen. Während die Zahl der Anträge an die Bürgschaftsbank Hessen gerade in den vergangenen Monaten stark zugenommen hat, ist die Bewilligungsquote mit rund 70 Prozent in etwa gleich geblieben. Deswegen können wir aus der hessischen Sicht der Bürgschaftsbank Hessen auch kein verschlechtertes Gründungsklima feststellen – im Gegenteil: Wir haben im laufenden Kalenderjahr insgesamt bereits 12 Millionen Euro Bürgschaften für ein Kreditvolumen von 18 Millionen Euro neu bewilligt, einer der besten Wege, in den Standort Deutschland zu investieren, denn jeder Euro, den wir besichern, entspricht etwa zwei Euro Investitionsvolumen und kommt der Konjunktur mehrfach zu Gute.”





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