Vom Teppichverleger zum Unternehmer

Aleksander Klacar - unterstützt von der Bürgschaftsbank HessenDie Biographie Aleksandar Klacars ist nicht die eines Musterunternehmers. Der Bosnier, Jahrgang 1972, kam 1993 als gelernter Elektrotechniker nach Deutschland. Der Krieg in seiner Heimat hatte ihn sein Studium abbrechen lassen. 1995 bekam er eine Anstellung im “Teppichbodenmarkt 3000″ in Kriftel. Vor drei Jahren hat er den Betrieb übernommen – und führt ihn sehr erfolgreich.Trotz der widrigen Umstände hat Klacar damit ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Unternehmensübernahme hingelegt. Er war seit Jahren im Betrieb, kannte Kunden, Lieferanten und Geschäftsmodell aus dem Effeff. Er hat sich hochgearbeitet: Zunächst verdiente er sein Geld als Verleger der Bodenmaterialien, zuletzt betraute ihn der Vorbesitzer schon mit der Leitung des Geschäfts.

Als der Gründer des Teppichbodenmarktes sein Geschäft aus privaten Gründen nicht mehr fortführen wollte, erkannten beide ihre Chance: Der eine konnte sein Unternehmen in gute Hände geben, der andere roch die Chance, selbst erfolgreicher Unternehmer zu werden.

Doch bevor dies gelingen konnte, mussten viele Fragen beantwortet werden – vor allem nach der Finanzierung, um den Kaufpreis finanzieren zu können. Gemeinsam mit seiner Hausbank packte Klacar ein Paket: Er brachte Eigenmittel ein, nahm Kapital über die KfW Bankengruppe auf. Doch das genügte noch nicht. Klacar spürte, was viele Finanzierungswillige spüren: Ohne Sicherheiten kein Kredit.

Hier sprang die Bürgschaftsbank Hessen ein. Das Selbsthilfeinstitut der hessischen Wirtschaft war angetan von Klacar und seinem Konzept, so dass die Wiesbadener gerne die Sicherheiten stellten, mit der Hausbank und wiederum die KfW den Rest des Kaufpreises finanzierten. Als zusätzliche Sicherheiten dienten der Warenbestand und eine Risiko-Lebensversicherung des frisch gebackenen Unternehmers.

Die Bürgschaftsbank Hessen überzeugte neben dem Konzept und der Vision Klacars auch die Unterstützung seiner Lebensgefährtin. Nicht nur, dass gerade kleine Unternehmen kaum ohne Familienunterstützung funktionieren können – die Lebensgefährtin kümmert sich um den kaufmännischen Teil des Geschäfts. Heute beschäftigt Klacar einen festen Mitarbeiter, viele Aushilfen und einen Subunternehmer, der die Montagen übernimmt – womit er selbst einmal angefangen hatte.

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