Familienunternehmen – Gut gerüstet in die Krise

Familienunternehmen prägen die deutsche Wirtschaft. Viele von ihnen sind Weltmarktführer in ihrer Branche. Dabei spielen Familienunternehmen nicht nur im Rahmen klein- und mittelständischer Unternehmen eine besondere Rolle. Es gibt auch einige Unternehmen, die man eher als Global Player sieht als ein Familienunternehmen. Dabei hat sich vor allem in der aktuellen Krise gezeigt, dass familiengeführte Unternehmen in Deutschland ein Refugium finanzieller Stabilität sind.

Hohe Eigenkapitalquote

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Weissman & Cie. hat ergeben, dass vor allem die großen deutschen Familienunternehmen auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen globalen Wirtschaftskrise über eine besonders gute Kapitalausstattung verfügen. Durchschnittlich liegt die Eigenkapitalquote bei 34,8 Prozent. Allerdings beziehen sich die Daten der Studie auf Angaben für das Geschäftsjahr 2008. Daher ist das Interesse für die Entwicklung für das Jahr 2009 bereits jetzt entsprechend groß.

Aus der Analyse der Nürnberger Unternehmensberater kann man entnehmen, dass vor allem die großen Familienunternehmen mit einem guten Kapitalpolster in die Krise gestartet sind. Die meisten familiengeführten Unternehmen haben die vergangenen Jahre des Wachstums genutzt, um sich finanziell stabil aufzustellen. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise die eher konservativen Finanzstrukturen, die besondere Langlebigkeit sowie die langfristig ausgelegten Strategien der Familienunternehmen.

Die Studie hat ergeben, dass die Eigenkapitalquote der untersuchten Unternehmen 2008 durchschnittlich bei 34,8 Prozent lag. Damit war die Eigenkapitalquote deutlich höher als die Quote der DAX-Unternehmen, die auf durchschnittlich 27,6 Prozent berechnet wurde. Allerdings sollte man die Zahlen nicht überbewerten. Unter den DAX-Unternehmen befinden sich einige Finanzdienstleister wie etwa die Allianz oder die Deutsche Bank, die grundsätzlich mit niedrigerer Eigenkapitalquote notiert sind. Wenn man diese Unternehmen aus der Analyse herausrechnet, würde die Durchschnittsquote bei etwa 33,3 Prozent liegen. Das heißt, nicht nur die meisten Familienunternehmen haben für schlechte Zeiten vorgesorgt, sondern auch die großen DAX-Konzerne.

Finanzierungsbedarf

Um den Finanzierungsbedarf beispielsweise für Investitionen decken zu können, haben Unternehmen die Möglichkeit auf eine Vielzahl von Instrumenten zurück zugreifen. Für den Fall, dass das Unternehmen beispielsweise über zu wenig Sicherheiten für einen Kredit verfügt, ist eine Bürgschaft eine ideale Lösung. Mit einem genauen Konzept des Finanzierungsvorhabens können sich die Unternehmer an eine Bürgschaftsbank – wie etwa der Bürgschaftsbank Hessen – wenden und eine Bürgschaft beantragen. Die Bürgschaftsbanken übernehmen in der Regel 80 Prozent des Risikos bzw. geben bis zu zwei Millionen Euro an Sicherheiten. Ausgestattet mit einer solchen Referenz und einem starken Partner an der Seite, erhalten Unternehmen auch in Zeiten der Wirtschaftskrise Kredite und frisches Kapital von ihren Kreditinstituten.

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