Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ist für vieles selbst verantwortlich. Ganz im Sinne der unternehmerischen Freiheit, muss oder vielmehr kann der Existenzgründer und Selbstständige eigenverantwortlich entscheiden, was er für seine Altersvorsorge machen möchte. Um aber nicht nach einem erfolgreichen Geschäftsleben in die Altersarmut abzustürzen, sollte man sich bereits bei der Existenzgründung auch Gedanken über die Altersvorsorge machen.
Altervorsorge
Viele Gründer und Selbstständige stehen vor der Frage, wie viel Prozent sie eigentlich vom Gewinn für das Alter zurück legen sollen um nicht später von Altersarmut bedroht zu sein? Selbstständige sind eine der wenigen Berufsgruppen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen brauchen. Das senkt zwar zunächst die monatlichen Belastungen, doch hat man als Existenzgründer und Selbstständiger im Alter nur etwas davon, wenn man das dadurch gesparte Geld auch wirklich spart. Das heißt, man sollte sich frühzeitig Gedanken über eine rentable Anlage machen.
Rechenbeispiel
Vom Bruttogehalt eines rentenversicherungspflichtigen Angestellten gehen 19,9 Prozent an die gesetzliche Rentenversicherung. Darüber hinaus ist man angehalten noch etwas für die private Rentenvorsorge zu machen, um die Differenz zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf im Rentenalter zu schließen. Für Gründer und Selbstständige bedeutet das, mindestens 20 Prozent des jährlichen Gewinns langfristig für das Alter anzulegen. Alles andere wäre zu wenig, um im Alter ein unbeschwertes Leben zu genießen.
Monatliche Sparquote
Doch wie viel sollten Existenzgründer und Selbstständige pro Monat für das Alter zurücklegen? Die Antwort auf diese Frage hängt von vielen Faktoren ab. Daher sollte man sich fragen, wie viel Geld man im Alter überhaupt braucht? Wie werden sich die Preise bis dahin entwickelt haben? Wie viel Zeit bleibt noch für das Ansparen der Rente? Sollte man als Selbstständiger überhaupt in Rente gehen? Wie soll das Ersparte angelegt werden?
Zunächst sollte jeder Existenzgründer diese Fragen für sich beantworten und mit Hilfe eines Fachmanns die individuelle Sparquote berechnen, bevor man sich mit Anlageformen wie etwa Aktienfonds oder die Rürup-Rente Gedanken macht.
Polster aufbauen
Gerade in der Gründerphase ist die Frage nach der Altersvorsorge für viele Existenzgründer unbedeutend. Zunächst einmal stehen andere finanzielle Verpflichtung, wie das abzahlen der Kredite, im Vordergrund. Da bleibt nichts übrig, um es noch anderweitig anzulegen. Diese Prioritätensetzung ist absolut verständlichen. Doch sobald etwas Geld übrig bleibt, sollten Selbstständige und Gründer einen Einzahlplan für das Alter einrichten und dadurch regelmäßig Geld für die eigene Altersvorsorge bei Seite legen. Auch kleinere Beträge reichen für den Anfang aus. Aus psychologischer Sicht entwickelt sich dadurch eine Gewohnheit. Die Erfahrungen aus dem Alltag zeigen, dass man automatisch vom Konto abgebuchtes Geld nicht werter vermisst.
Die Sparquote sollte etwa alle sechs oder zwölf Monate um fünf Prozent erhöht werden bis sie schließlich die 20 Prozent erreicht haben. Um die Erhöhung der Sparquote nicht zu vergessen, sollten Selbstständige diesen für sie wichtigen Termin im Kalender eintragen oder die Bank damit rechtzeitig beauftragen.
Diese Vorgehensweise wird sich für Existenzgründer und Selbstständige schnell lohnen. Man braucht sich weniger Sorgen um die Zukunft machen und hat außerdem das gute Gefühl, vorgesorgt zu haben.





Interessante Idee. Klingt gut. Muss dieses Modell mal genauer durchdenken.
ankke für die Anregung.