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	<title>Bürgschaft ohne Bank</title>
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	<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 07:00:03 +0000</pubDate>
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		<title>Zahl der Gründerinnen immer noch kleiner</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 07:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Die Zahl der weiblichen Existenzgründer ist in Deutschland immer noch kleiner im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Vor allem im Bereich der Vollerwerbsgründung sind die Unterschiede gravierend. Dabei bietet die Selbständigkeit gerade für Frauen eine interessante Möglichkeit aus dem Dilemma, Familie und Beruf unter einen Hut bringen zu müssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahl der weiblichen Existenzgründer ist in Deutschland immer noch kleiner im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Vor allem im Bereich der Vollerwerbsgründung sind die Unterschiede gravierend. Dabei bietet die Selbständigkeit gerade für Frauen eine interessante Möglichkeit aus dem Dilemma, Familie und Beruf unter einen Hut bringen zu müssen. <span id="more-1196"></span></p>
<p><strong>Weltfrauentag</strong></p>
<p>Anlässlich des heutigen Weltfrauentages wollen wir einen Blick auf die unterschiedliche Gründungssituation zwischen Frauen und Männern werfen. Laut <a href="http://www.kfw.de/DE_Home/Presse/Pressekonferenzen/PDF-Dokumente_2009/090604_StudieGruendungsmonitor_2009.pdf" target="_self">Gründungsmonitor 2009</a> betrug der Anteil der weiblichen Existenzgründungen im Jahre 2008 nur 41,4 Prozent der gesamten Gründungen in Deutschland. Noch deutlicher aber wird der Unterschied, wenn man sich die Unternehmensgründungen von Frauen als Vollerwerbstätigkeit anschaut. Gerade einmal ein Drittel aller Vollerwerbsgründungen geht auf Frauen zurück. Ähnlich sieht es bei der Einkommensentwicklung aus. 2009 lag der sogenannte <a href="http://www.equalpayday.de/" target="_self">Equal-Pay-Day</a> auf dem 20. März 2009. Der Equal-Pay-Day ist der Tag, an dem Frauen statistisch gesehen das selbe Einkommen verdient haben, wie ein Mann in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres verdient hat. 2010 wird dieser Tag auf den 26. März 2010 fallen. Das heißt, am 26. März erst werden Frauen in Deutschland statistisch gesehen das Selbe verdient haben, wie Männer in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009.</p>
<p><strong>Positive Entwicklungen</strong></p>
<p>Aber es gibt auch einige positive Entwicklungen:  In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der von Frauen gegründeten Unternehmen um gut sieben Prozent gestiegen. Die Repräsentantin der Deutschen Gründer- und Unternehmertage 2010 (<a href="http://www.degut.de/" target="_blank">deGUT</a>), Valerie Bönstöm, ist über diesen Trend nicht verwundert. Gerade für Frauen – allen voran Frauen mit Kindern – bietet die Selbständigkeit eine Möglichkeit, die Arbeitszeiten flexibel zu gestalten und ihren Bedürfnissen anzupassen. Hinzu kommt die finanzielle Unabhängigkeit und die persönliche Selbstverwirklichung als Unternehmerin.<br />
<strong><br />
Unterschiedliches Gründungsverhalten<br />
</strong><br />
Betrachtet man sich die Zahlen über weibliche Existenzgründungen, so stellt sich die Frage, worin die Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Gründungsverhalten liegen. Viele <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/08/21/studie-zum-grundungsverhalten-von-frauen/" target="_blank">Studien </a>sehen klar einen Grund in der geringeren Risikofreude der Frauen. Demnach sind Männer eher bereit das Risiko einer Selbständigkeit und allen daraus möglichen Folgen einzugehen als Frauen. Hinzu kommt die weniger optimistische Sicht der Frauen was ihre eigenen Erfolgschancen angeht.</p>
<p>Allerdings scheinen diese Erklärungen ein wenig zu kurz zu greifen. Sicherlich ist eine Begründung für das Verhalten auch in der gesellschaftshistorischen Entwicklung zu suchen. Frauen haben viel später begonnen sich unternehmerisch selbst zu verwirklichen als Männern, bedingt durch politische, gesellschaftliche und soziale Bedingungen, in den Frauen lebten und zum Teil heute noch leben (müssen).</p>
<p>Daher fordern engagierte Frauen und Verbände, dass ihre Geschlechtsgenossinnen einfach mutiger werden müssen. Sie sollten ihre Ideen ausleben und einfach mal Neues ausprobieren, ohne Angst oder sich unnötig Gedanken machen zu müssen. Daher gibt es viele Projekte und Initiativen speziell für weibliche Existenzgründerinnen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Wenn das Unternehmen erst einmal läuft, gibt es laut einer Studie des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (<a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank">BMFSJ</a>) auch keine Unterschiede mehr zwischen Frauen und Männern was den Erfolg der Unternehmung angeht.</p>
<p><strong>Gute Vorbereitung</strong></p>
<p>Um langfristig Erfolg zu haben, ist die Vorbereitungsphase für alle Gründer besonders wichtig. Je besser sich Existenzgründer auf ihre Selbständigkeit vorbereiten und sich gründlich informieren, desto höher sind die langfristigen Erfolgsaussichten. Der deGUT, eine der wichtigsten Messen in Deutschland zum Thema Existenzgründungen und Selbständigkeit, ist eine Möglichkeit zur gründlichen Vorbereitung und Netzwerkknüpfung. Im Vorfeld des Deutschen Gründer- und Unternehmertags 2010 am 29./30. Oktober 2010 sollen vor allem Frauen für Existenzgründungen mit positiven Erfahrungen anderer erfolgreicher Gründerinnen ermutigt werden. In Kurzfilmen erzählen Unternehmerinnen und Jungunternehmen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen, denen sie sich stellen mussten, und geben darüber hinaus wertvolle Tipps für einen guten und erfolgreichen Start in die Selbständigkeit. Von den Beiträgen werden sicherlich nicht nur Frauen profitieren.</p>
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		<title>Nachfolge mit Beteiligungsgesellschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Beteiligungsgesellschaften oder auch Privat Equity genannt, haben bei klein- und mittelständischen Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand. Viele Mittelständler fürchten Beteiligungsgesellschaften. Das Bild der Heuschrecke ist in vielen Köpfen fest verankert. Dabei haben sich gerade Beteiligungsgesellschaften als langfristige Investoren erwiesen, die an einer stabilen Zusammenarbeit interessiert sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beteiligungsgesellschaften oder auch Privat Equity genannt, haben bei klein- und mittelständischen Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand. Viele Mittelständler fürchten Beteiligungsgesellschaften. Das Bild der Heuschrecke ist in vielen Köpfen fest verankert. Dabei haben sich gerade Beteiligungsgesellschaften als langfristige Investoren erwiesen, die an einer stabilen Zusammenarbeit interessiert sind.<span id="more-1082"></span></p>
<p><strong>Partner für den Mittelstand</strong></p>
<p>Bei Wachstumsschritten oder bei der <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/03/27/unternehmensnachfolge-richtig-und-rechtzeitig-planen/" target="_blank">Unternehmensnachfolge </a>haben sich Beteiligungsgesellschaften als stabile Partner für den deutschen Mittelstand erwiesen. Vor allem im Zeiten der Kreditklemme und der wirtschaftlichen Krise erfreut sich die Nachfrage nach Private Equity größerer Beliebtheit. Doch längst nicht jedes Unternehmen kommt in den Genuss von <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/11/16/beteiligungskapital-zu-gunstigen-konditionen-fur-hessischen-mittelstand/" target="_blank">Beteiligungskapital</a>. Die Gesellschaften haben strenge Voraussetzungen, die die Unternehmen erfüllen müssen, um an das begehrte Kapital zu kommen. Vor allem für die <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/05/11/langfristige-planung-der-unternehmensnachfolge-teil-i/" target="_blank">Unternehmensnachfolge </a>bieten Beteiligungsgesellschaften eine gute Finanzierungsalternative.<br />
<strong><br />
Unternehmensnachfolge</strong></p>
<p>Bei etwa einem Drittel aller Fälle, bei denen mittelständische Unternehmen mit Beteiligungsgesellschaften zusammenarbeiten, geht es um die Regelung der <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/05/16/langfristige-planung-der-unternehmensnachfolge-teil-ii/" target="_blank">Unternehmensnachfolge</a>. Nach den Erhebungen des Centers for Management Buy Out Research (<a href="http://www.nottingham.ac.uk/business/cmbor/" target="_blank">CMBOR</a>) waren von den im Jahr 2008 abgeschlossenen 131 Unternehmensverkäufen durch Beteiligungsgesellschaft immerhin 40 Nachfolgeregelungen darunter.</p>
<p>Wie bereits <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/12/25/unternehmensnachfolge-richtig-planen-teil-i/" target="_blank">hier </a>im <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/12/28/unternehmensnachfolge-richtig-planen-teil-ii/" target="_blank">Blog </a>mehrfach aufgegriffen, muss der Alt-Eigentümer auch zum Wechsel bereit sein. Das heißt, er muss loslassen können und seine Mehrheit an den Nachfolger abgeben. Wer die Unternehmensnachfolge mit Hilfe einer Beteiligungsgesellschaft durchführen möchte, bleibt gar nichts anderes übrig als loszulassen. Denn in der Regel macht der Investor genau dies zur Bedingung, bevor er dem Unternehmen Kapital zur Verfügung stellt. Am liebsten wird es von den Beteiligungsgesellschaften gesehen, wenn das bisherige Management ebenfalls in das Unternehmen einsteigt, um so eine Kontinuität im Unternehmen zu wahren und dem Nachfolger zur Seite zu stehen.</p>
<p>Nach der geglückten Übergabe vom Alteigentümer an den Neueigentümer unterstützt der Investor das Unternehmen bei strategischen Themen. In der Regel wird ein quartalsweise tagender Beirat eingerichtet, der beispielweise aus dem Alteigentümer, Mitarbeitern der Beteiligungsgesellschaft sowie einigen externen Beratern oder Managern aus der jeweiligen Branche besteht. Dieser Beirat kann sich mit seinen Erfahrungen und seinen Kontakten in das mittelständische Unternehmen einbringen und bei der Bewältigung der strategischen Fragestellungen beratend zur Seite stehen.</p>
<p><strong>Voraussetzungen</strong></p>
<p>Um in den Genuss der Beteiligung zu kommen, müssen Unternehmen gewisse Voraussetzungen erfüllen und bereits am Markt bewährt haben. Dazu kommt, das auch die Wachstumschancen stimmen müssen, bevor sich eine Beteiligungsgesellschaft an einem Unternehmen beteiligt.</p>
<p>Vor allem wenn es um das Wachstum des Unternehmens geht, scheitern Unternehmer oft am fehlenden Know-how, um die neuen Herausforderungen auch zu meistern. Hinzu kann auch ein Mangel an internationalen Kontakten kommen, wenn das Unternehmen ins Ausland expandieren will. Allerdings scheitern die meisten Expansionen am dringend benötigten Kapital.</p>
<p>Aufgrund der internationalen Kontakte, sowie dem umfassenden Know-how bieten sich hier Beteiligungsgesellschaften als idealer Partner für das Unternehmen an – von den finanziellen Möglichkeiten ganz zu schweigen.</p>
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		<title>Selbständigkeit in Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 07:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Das Gründungsverhalten in Deutschland ist abhängig von der Lage und der aktuellen Entwicklung der Wirtschaft. In Zeiten der Krise ist daher mit einem tendenziellen Anstieg der Existenzgründungen zu rechnen. Allerdings betrifft das nicht immer gleich den Haupterwerb der Gründer. Viele entscheiden sich lieber für ein zweites Standbein, also einen Zusatzverdienst durch eine selbständige nebenberufliche Tätigkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gründungsverhalten in Deutschland ist abhängig von der Lage und der aktuellen Entwicklung der Wirtschaft. In Zeiten der Krise ist daher mit einem tendenziellen Anstieg der Existenzgründungen zu rechnen. Allerdings betrifft das nicht immer gleich den Haupterwerb der Gründer. Viele entscheiden sich lieber für ein zweites Standbein, also einen Zusatzverdienst durch eine selbständige nebenberufliche Tätigkeit. <span id="more-1142"></span></p>
<p><strong>Entwicklung in Deutschland</strong></p>
<p>Wirft man einen Blick auf das restliche Europa, so stellt man schnell fest, dass die Deutschen deutlich hinter ihren europäischen Nachbarn liegen was die Selbständigkeit allgemein angeht. Nur insgesamt neun Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland gehen einer selbständigen Tätigkeit nach. Nur etwa jeder fünfte Arbeitnehmer kann sich grundsätzlich vorstellen eine eigene Existenz zu gründen.</p>
<p>Trotzdem wird die Selbständigkeit in Deutschland von einem etwa gleich großen Teil der Beschäftigten als beruflich attraktive Alternative betrachtet. Mehr noch: Viele sehen in der beruflichen Selbständigkeit trotz oder gerade wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Lage eine Chance. Zu diesem Ergebnis ist eine Untersuchung des <a href="http://www.entrepreneurship-center.uni-muenchen.de/index.html" target="_blank">Entrepreneurship Centers</a> an der <a href="http://www.uni-muenchen.de/index.html" target="_blank">Ludwig-Maximilians-Universität</a> in München gekommen. In Zusammenarbeit mit der Direktvertriebsorganisation <a href="http://www.amway.de/" target="_blank">Amway </a>wurden im Rahmen der Untersuchung „<a href="http://www.zukunft-selbstaendigkeit.de/" target="_blank">Zukunft Selbständigkeit</a>“ 900 Voll- und Teilzeitbeschäftigte zu ihren beruflichen Veränderungen und zum Thema Selbständigkeit befragt.</p>
<p><strong>Selbständigkeit vs. Angestelltenverhältnis</strong></p>
<p>Die Studie zeigte, dass für die meisten Beschäftigten eine Existenzgründung im Nebenerwerb am attraktivsten ist. Ganze 80 Prozent der Befragten würde sich für die Variante entscheiden. Grund für dieses Ergebnis ist, dass die Mehrheit der befragten Beschäftigten beruflich kaum noch Entwicklungschancen sieht. Ein deutliches Ergebnis ist die Zahl derjenigen, die sehr unzufrieden mit ihren persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen sind. Deren Zahl stieg innerhalb von einem Jahr von elf auf 16 Prozent an.</p>
<p>Trotzdem ist für 70 Prozent der Studienteilnehmer der Sprung ins kalte Wasser einer hauptberuflichen Selbständigkeit keine Alternative. Für viele wäre dieser Schritt einfach „zu riskant“. Nur 18 Prozent der befragten Arbeitnehmer teilten mit, dass die Selbständigkeit für sie eine echte Alternative zum bisherigen Angestelltenverhältnis ist. In Ostdeutschland ist der Teil sogar noch größer. Hier ist für 23 Prozent der Befragten die hauptberufliche Selbständigkeit eine Alternative.</p>
<p>Was aus der Studie ebenfalls herausgeht ist, dass das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten eher schwach ausgeprägt ist. So halten über ein Drittel die Aufstellung und Umsetzung von Plänen als Grundlage der Existenzgründung für schwer und kompliziert. Darüber hinaus werden die derzeitigen Rahmenbedingungen für Existenzgründung mehrheitlich als schlecht gewertet.</p>
<p><strong>Altersunterschiede</strong></p>
<p>Im Allgemeinen hat auch diese Untersuchung erneut bestätigt, dass es Unterschiede bei der Existenzgründung zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern gibt. Dabei spielt nicht nur das Alter eine Rolle, sondern auch die bisher gemachte (Lebens-)Erfahrung. Das heißt, wer bereits arbeitslos ist oder aufgrund der derzeitigen Situation verkürzt arbeiten, überlegt es sich eher nebenbei noch etwas hinzuzuverdienen. Vor allem jüngere Arbeitnehmer, die keine weiteren familiären oder finanziellen Verpflichtungen haben, entscheiden sich schneller für eine nebenberufliche Alternative als langjährig Beschäftigte mit Haus und Familie. Grundsätzlich sind die jüngeren eher bereit eine selbständige Existenz zu gründen als ältere. Und auch geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es: Männer sind eher zur Existenzgründung bereit als Frauen.</p>
<p>Ein für die Wirtschaft allgemein interessanter Trend zeigt sich bei den 14- bis 29-jährigen. Sie stehen der Selbständigkeit als Alternative zum Angestelltenverhältnis besonders positiv gegenüber. Sieben Prozent wollen – um ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen – ganz sicher ein selbstbestimmtes Berufsleben in Form von Selbständigkeit führen.</p>
<p><strong>Deutschland – Land der Teilzeit-Gründer</strong></p>
<p>Trotzdem wollen nach wie vor die meisten nicht auf die soziale Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses verzichten. Daher sprechen sich auch über 80 Prozent der Befragten für eine Selbständigkeit im Nebenerwerb als zweites Standbein aus. Allerdings sehen ein Drittel diese Variante als Möglichkeit für eine spätere hauptberufliche Selbständigkeit an. Hauptgrund für eine nebenberufliche Selbständigkeit ist die Aussicht auf einen Zusatzverdienst. Darüber hinaus spielen aber auch Gründe wie Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung eine Rolle, die oftmals im Angestelltenverhältnis nicht ausgelebt werden können.</p>
<p>Für Frauen ist die nebenberufliche Selbständigkeit oftmals ein Weg Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Vor allem die mittleren Einkommensschichten stehen der nebenberuflichen Selbständigkeit besonders aufgeschlossen gegenüber.</p>
<p>Eine anschauliche Präsentation der Studie finden Sie <a href="http://www.zukunft-selbstaendigkeit.de/fileadmin/template/download/amway_LMU_selbstaendigkeitsumfrage_091110.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Folgen der Krise</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat vor allem Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer erwischt. Sie haben 2009 am stärksten unter der Wirtschaftskrise gelitten und mussten zum Teil massive Einkommensrückgänge verschmerzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat vor allem Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer erwischt. Sie haben 2009 am stärksten unter der Wirtschaftskrise gelitten und mussten zum Teil massive Einkommensrückgänge verschmerzen.<span id="more-1137"></span></p>
<p><strong>Analyse des Wirtschaftsministeriums</strong></p>
<p>Das Bundeswirtschaftsministerium (<a href="http://www.bmwi.de/" target="_blank">BMWi</a>) untersuchte die Auswirkungen der Krise 2009 vor allem im Bezug auf Selbstständige, Unternehmen und Kapitalbesitzer. Dabei stellten die Wirtschaftsexperten einen Rückgang des Unternehmens- und Vermögenseinkommen von 13,3 Prozent fest. 2008 Betrug das Unternehmens- und Vermögenseinkommen in Deutschland 661 Milliarden Euro. Im Jahr 2009 liegt es derweil nur noch bei 572,8 Milliarden Euro.</p>
<p>Schaut man auf die andere Seite des Volkseinkommens – auf das Arbeitnehmerentgelt – so hat sich hier in Zeiten der Krise kaum etwas verändert. Der Rückgang beträgt dank arbeitsmarktpolitisch wichtiger Instrumente wie der Kurzarbeit nur 0,4 Prozent. Das heißt, dass das Arbeitnehmerentgelt von 1.225,1 Milliarden Euro in 2008 auf 1.220,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gesunken ist.</p>
<p>Die Daten des Bundeswirtschaftsministeriums gehen aus einer Stellungnahme auf Anfrage eines FDP-Bundestagsabgeordneten hervor.</p>
<p><strong>Trendumkehr</strong></p>
<p>Die Zahlen zur Entwicklung der Arbeits- und Kapitaleinkommen zeigt eine deutliche Umkehr des Trends der Jahre 2000 bis 2008. In diesen acht Jahren lag der Zuwachs des Arbeitnehmerentgelts mit durchschnittlich 1,4 Prozent klar hinter den Zuwachs des Unternehmens- und Vermögenseinkommens von durchschnittlich 5,7 Prozent zurück.</p>
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		<title>DIHK-Umfrage Kreditkonditionen</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 07:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gute Nachricht vorweg: Laut der DIHK-Umfrage vom Jahresbeginn 2010 zu den herrschenden Kreditkonditionen im Mittelstand, können die Experten bislang keine Kreditklemme erkennen. Wohl aber haben sich die Kreditbedingungen für die Wirtschaft verschärft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute Nachricht vorweg: Laut der DIHK-Umfrage vom Jahresbeginn 2010 zu den herrschenden Kreditkonditionen im Mittelstand, können die Experten bislang keine Kreditklemme erkennen. Wohl aber haben sich die Kreditbedingungen für die Wirtschaft verschärft.<span id="more-1176"></span></p>
<p><strong>Studienergebnis</strong></p>
<p>25 Prozent der Unternehmen berichten in den aktuellen <a href="http://www.dihk.de/inhalt/download/kreditkonditionen_02_10.pdf" target="_blank">Umfrage </a>des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (<a href="http://www.dihk.de/" target="_blank">DIHK</a>) von verschlechterten Kreditkonditionen im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein Prozentpunkt weniger als noch vor vier Monaten. Bei drei Prozent der Unternehmen werden Kredite abgelehnt. Damit herrscht in Deutschland zwar keine flächendeckende Kreditklemme, aber immer noch sehen sich insgesamt 28 Prozent der Unternehmen Finanzierungsschwierigkeiten gegenüber. Neun Prozent der Betriebe konnten mit ihrer Hausbank bessere Konditionen aushandeln (keine Veränderung zum Vergleichszeitraum) – auch ein Resultat äußerst niedriger Notenbankzinsen und somit günstiger Refinanzierungsmöglichkeiten der Kreditinstitute.</p>
<p>Angesichts der erst wieder langsam in Gang kommenden Investitionstätigkeit war die Kreditnachfrage in den letzten Monaten wohl eher zurückhaltend. Dass in diesem Umfeld aber immer noch 28 Prozent der Unternehmen von ausgeprägten Finanzierungsschwierigkeiten berichten, bereitet mit Blick auf die kommenden Monate Sorge. Denn im Zuge der absehbaren weiteren Konjunkturbelebung werden deutlich mehr Unternehmen Kredite nachfragen. Zudem haben sich die Probleme in einigen Branchen derzeit sogar verfestigt. Hauptproblem für die Unternehmen bleibt die Betriebsmittelfinanzierung und die Besicherung von Krediten. Aber auch die Exportfinanzierung und die Kreditversicherungen sind für einzelne Branchen große Kredithürden.</p>
<p><strong>Keine Kreditklemme<br />
</strong><br />
Die in weiten Teilen der Wirtschaft und Politik befürchtete Kreditklemme ist bisher ausgeblieben. Nur etwa drei Prozent der Kreditanfragen werden abgelehnt. Damit bleibt der Wert im Vergleich zu Vorumfragen stabil. Aus Sicht der DIHK-Experten haben dazu vor allem die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte, die Maßnahmen der weltweiten Notenbanken sowie die staatlichen Bankenrettungsschirme beigetragen. Hinzu kommt auch, dass das Kredit- und Bürgschaftsprogramm einen wesentlich Beitrag zur Stützung der Kreditvergabe geleistet hat.</p>
<p><strong>Sicherheiten</strong></p>
<p>Fehlende oder mangelnde Sicherheiten sind nach wie vor die Hauptursache für schlechte Kreditkonditionen. Im Vergleich zum Herbst 2009 hat sich die Situation noch einmal verschärft, da die Bank- und Kreditinstitute zunehmen risikoscheuer geworden sind. Bei den meisten Betrieben aber stehen Sicherheiten nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Hinzu kommt, dass konjunkturell bedingt die vorhandenen Sicherheiten von den Banken niedriger bewertet werden. Allen voran kleinere Unternehmen leiden unter den verschärften Sicherheitsanforderungen.</p>
<p><strong>Kredit- und Bürgschaftsprogramm</strong></p>
<p>Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Versorgung der Unternehmen mit Krediten auch in Zeiten der Krise sicherzustellen. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag zur Finanzierung der Unternehmen. Da sich die Kreditkonditionen für viele Unternehmen verschlechtert haben, ist die Nachfrage nach entsprechenden Sicherheiten stark angestiegen</p>
<p>Die Wirtschaftsexperten des DIHK bewerten daher die Ausweitung des Bürgschaftsrahmens im Rahmen des Wirtschaftsfonds „Deutschland“ im letzten Jahr als eine sehr wichtige Maßnahme zur Unterstützung von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). Die steigenden Antragszahlen der Bürgschaftsbanken, wie etwa der <a href="http://www.bb-h.de/" target="_blank">Bürgschaftsbank Hessen</a>, sind ein klares Indiz, dass sich das Problem verstärkt hat und die Bürgschaftsbanken KMU den Zugang zum Kreditmarkt ermöglichen. Es ist wichtig und richtig den Bürgschaftsrahmen der Bürgschaftsbanken noch weiter auszuweiten.</p>
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		<title>Die Krise aussitzen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 07:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Familienunternehmen wurden von anderen Unternehmen oft wegen ihrer konservativen Finanzpolitik belächelt. Dies gilt vor allem für kleinere und mittlere Familienbetriebe. Doch die Auswirkungen der Krise auf dem Kapitalmarkt stecken diese Unternehmen viel leichter weg. Sie haben zum Teil noch genug Eigenkapital, um sogar in der Krise antizyklisch investieren zu können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Familienunternehmen wurden von anderen Unternehmen oft wegen ihrer konservativen Finanzpolitik belächelt. Dies gilt vor allem für kleinere und mittlere Familienbetriebe. Doch die Auswirkungen der Krise auf dem Kapitalmarkt stecken diese Unternehmen viel leichter weg. Sie haben zum Teil noch genug Eigenkapital, um sogar in der Krise antizyklisch investieren zu können.<span id="more-1105"></span></p>
<p><strong>Stimmungswandel</strong></p>
<p>Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft stehen nicht schlecht. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (<a href="http://www.bdi.eu/" target="_blank">BDI</a>) stellte in seiner <a href="http://www.bdi.eu/1812_Unsicherheit-nimmt-ab-der-Optimismus-waechst.htm" target="_blank">Herbstumfrage 2009</a> fest, dass der Mittelstand mittlerweile wieder optimistischer in die Zukunft schaut. Das Urteil fiel im Vergleich zu den beiden Vorjahren dieses mal wesentlich besser aus.</p>
<p>Auf solche Signale hatte der Mittelstand lange gewartet. Durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise sind nicht nur große weltweit agierende Konzerne in Schwierigkeiten geraten, sondern auch viele Familienunternehmen. Nach einer Studie der <a href="http://www.familienunternehmen.de/" target="_blank">Stiftung Familienunternehmen</a> der Universität Witten/Herdecke brach bei etwa 73 Prozent der Betriebe die Nachfrage drastisch ein. 53 Prozent der befragten Unternehmen beklagten einen Preisverfall und gut 40 Prozent mussten ihre Preise um teilweise über zehn Prozent kürzen. Ein Viertel der Unternehmen bemängelte die mangelnde Unterstützung durch die Banken.</p>
<p>Und trotzdem ist die Stimmung in vielen familiengeführten Unternehmen nach wie vor besser als die wirkliche wirtschaftliche Lage.</p>
<p><strong>Hoher Eigenkapitalbestand</strong></p>
<p>Dafür, dass die Stimmung besser ist als die eigentliche Lage, gibt es bei den Familienunternehmen natürlich bestimmte Gründe. Nun zahlt sich nämlich die über Jahre betriebene konservative Finanzpolitik aus, für die während der Wachstumsphase die Unternehmen belächelt wurden. Viele Betriebe verfügen nämlich immer noch über ein hohes Eigenkapitalpolster aus den vergangenen Jahren. Noch sind die meisten Familienunternehmen in der Lage, die Erlöseinbrüche durch Eigenmittel zu kompensieren.</p>
<p>Vor allem in Krisenzeiten bietet eine solide Eigenkapitalbasis einen wichtigen Puffer, da in Jahren, in denen sich die Banken mit Anschlussdarlehen eher schwer tun, alternative Finanzierungsmöglichkeiten schwer zu finden sind. Außerdem stellen in Zeiten der Krise Fremdkapitalgeber besonders hohe Anforderungen beispielweise an Sicherheiten. Mit einer Bürgschaft – wie etwa von der <a href="http://www.bb-h.de/" target="_blank">Bürgschaftsbank Hessen</a> – können diesen Anforderungen nachgekommen werden.</p>
<p>Vor der Krise verfügten Familienunternehmen im Durchschnitt etwa über 44,7 Prozent Eigenkapital. Zum Vergleich: Im industriellen Mittelstand geht man nach Hochrechnungen von einer Eigenkapitalquote zwischen 20 und 30 Prozent aus.</p>
<p><strong>Warum ist das so?</strong></p>
<p>Die Erklärung für den hohen Eigenkapitalbestand ist recht einfach: In der Regel decken sich in Familienunternehmen die Interessen von Unternehmen und Eigentümern. Vorausgesetzt natürlich, dass die Familienmitglieder im Unternehmen aktiv sind. Bei Familienunternehmen kommt der Ertrag des Unternehmens auch dann der Familie zu gute, wenn er im Unternehmen bleibt, im Gegensatz zu anderen Unternehmensformen wie etwa einer Aktiengesellschaft.</p>
<p>Die Mittelständler haben die vergangenen wirtschaftlich erfolgreichen Jahre dazu genutzt, ihre eigene Finanzkraft zu stärken. Eine Auswertung von 50.000 Bilanzen mittelständischer Unternehmen hat ergeben, dass sich in den Jahren zwischen 2002 und 2007 wichtige betriebliche Kennziffern wie die Eigenkapitalquote, Liquidität und Rentabilität deutlich verbessert haben.</p>
<p>Die Stärkung der eigenen Finanzkraft kann als eine Lehre aus den vergangenen Krisen im Jahre 2000 und 2001 gesehen werden. Heute sind mittelständische Familienbetriebe viel besser in der Lage Umsatzeinbrüchen zu begegnen als noch zu Beginn des Jahrtausends. Daher stehen die Chancen für viele familiengeführte Unternehmen ziemlich gut die Rezession zu überstehen.</p>
<p><strong>Investitionen</strong></p>
<p>Vor dem Hintergrund der konservativen Finanzpolitik und der hohen Eigenkapitalquote sind die Unternehmen derzeit in der Lage, auch kostenintensive Investitionen vorzunehmen, für die Banken derzeit nicht unbedingt die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Viele Unternehmen haben daher die Zeit genutzt und antizyklisch investiert, um neue Märkte zu erschließen oder neue Kundenkreise zu gewinnen. Vor allem ist ein Trend weg von den traditionellen Märkten hin zu exotischen Ländern zu beobachten.</p>
<p><a href="http://www.alphazirkel.de/" target="_blank">Wirtschaftsexperten </a>sehen die Zeit für Expansionen finanzkräftiger Unternehmen gegenwärtig als besonders gut an. Gerade die Schwächephase kann so zur Chance für viele Unternehmen werden. Die Preise für Immobilien sind weltweit gefallen und die Staaten haben Pakete zur konjunkturellen Belebung der Wirtschaft aufgelegt, die auch Neugründungen gezielt unterstützen. Von der derzeitigen Lage werden daher aller Wahrscheinlichkeit nach solche Unternehmen, die langfristig planen und über ein starkes Management verfügen – Eigenschaften, die Familienunternehmen besonders häufig auszeichnen.</p>
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		<title>Existenzgründung mit Mikrokrediten</title>
		<link>http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2010/02/15/existenzgrundung-mit-mikrokrediten/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 07:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Mikrokredite sind ursprünglich eine Erfindung für Entwicklungsländer. Mit Hilfe von Kleinstdarlehen sollen die Menschen ihrer Armut entkommen und sich eine eigene Existenz aufbauen. Dieses Erfolgsmodell ist seit einigen Jahren auch auf dem Vormarsch in den Industrieländern. Vor allem bei Existenzgründern erfreuen sich Mikrokredite immer größerer Beliebtheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mikrokredite sind ursprünglich eine Erfindung für Entwicklungsländer. Mit Hilfe von Kleinstdarlehen sollen die Menschen ihrer Armut entkommen und sich eine eigene Existenz aufbauen. Dieses Erfolgsmodell ist seit einigen Jahren auch auf dem Vormarsch in den Industrieländern. Vor allem bei Existenzgründern erfreuen sich Mikrokredite immer größerer Beliebtheit.<span id="more-1101"></span><br />
<strong><br />
Mikrokredite</strong></p>
<p>Auch in Deutschland sind die <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/09/28/mikrokredite-fur-existenzgrunder-selbststandige-und-unternehmer/" target="_blank">Mikrokredite </a>auf dem Vormarsch. Über 200.000 Existenzgründungen jährlich beweisen, dass Geschäftsideen auch ohne millionenschwere Investoren umsetzbar sind. Die meisten Existenzgründer in Deutschland benötigen nur ein kleines Darlehen bis maximal 25.000 Euro, um ihren Schritt in die Selbständigkeit zu finanzieren. Ungefähr 1,2 Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich für Kleinkredite bereitgestellt. Dieser Betrag deckt ungefähr ein Fünftel des gesamten Bedarfs für Existenzgründungsfinanzierung durch Kredite ab. Als Geldgeber für Klein- und Kleinstkredite haben sich neben (staatlichen) Banken vor allem die Bundesagentur für Arbeit, aber auch Freunde, Verwandte und Bekannte der Existenzgründer etabliert.</p>
<p>Die meisten Kreditnehmer, die einen Mikro- oder Kleinkredit in Anspruch nehmen, gründen ihre Existenz aus der Arbeitslosigkeit heraus. Die Nachfrage nach Kleinkrediten ist in Deutschland entsprechend hoch. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Gerade diese Existenzgründer haben es wesentlich schwerer überhaupt an Kapital aus Krediten der Banken und Kreditinstitute zu kommen.</p>
<p>Oftmals fehlt den Gründern das nötige Eigenkapital oder sie können die Sicherheiten, die die Kreditinstitute verlangen, nicht aufbringen. Bei einem Kreditbedarf ab 50.000 Euro bietet sich eine Bürgschaft – beispielsweise der <a href="http://www.bb-h.de/" target="_blank">Bürgschaftsbank Hessen</a> – an, um die benötigten Sicherheiten vorweisen zu können.</p>
<p><strong>Mikrofinanzfonds Deutschland<br />
</strong><br />
Um die Nachfrage nach Klein- und Kleinstkrediten zu befriedigen, wurde der <a href="http://www.mikrofinanz.net/index.php?page=fonds" target="_blank">Mikrofinanzfonds Deutschland </a>als ein Pilotprojekt der KfW, GLS Bank und der Bundesregierung  gegründet. Der Fonds hat die Aufgabe regionale Initiativen zu unterstützen - wie etwa in <a href="http://www.kiz.de/index.php" target="_blank">Hessen </a>-, die vor Ort Mikrokredite vermitteln. Existenzgründer haben so die Möglichkeit ein Kredit bis zu einer Höhe von 10.000 Euro bei Banken zu erhalten, die mit dem Mikrofinanzfonds Deutschland kooperieren. Gegenüber der Bank übernimmt der Fonds das Ausfallrisiko des Kredites.</p>
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		<title>Scoring wichtig für den Mittelstand</title>
		<link>http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2010/02/12/scoring-wichtig-fur-den-mittelstand/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 07:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Das sogenannte Scoring ist eine automatisierte statistische Ermittlung der Kreditwürdigkeit oder Bonität, die die Banken bei der Vergabe von Krediten vornehmen. Anhand des Scoring-Wertes entscheidet sich, ob, in welcher Höhe und zu welchen Bedingungen ein Unternehmen oder Existenzgründer einen Bankkredit erhält. Doch gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen stößt das Scoring auf große Skepsis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das sogenannte Scoring ist eine automatisierte statistische Ermittlung der Kreditwürdigkeit oder Bonität, die die Banken bei der Vergabe von Krediten vornehmen. Anhand des Scoring-Wertes entscheidet sich, ob, in welcher Höhe und zu welchen Bedingungen ein Unternehmen oder Existenzgründer einen Bankkredit erhält. Doch gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen stößt das Scoring auf große Skepsis.<span id="more-1096"></span></p>
<p>Für Privat- wie Geschäftsleute ist Scoring zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Für viele Menschen ist das dahinter stehende Verfahren zunächst unverständlich und die Entscheidungen, die zur jeweiligen Punktevergabe führen, willkürlich und schwer nachvollziehbar.</p>
<p><strong>Durch Statistik ermittelte Bonität<br />
</strong><br />
Das Ziel des Scorings ist es, eine möglichst objektive und vor allem zutreffende Vorhersage über die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers – unabhängig ob Privat- oder Geschäftsmann – zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedienen sich die Banken einer Analyse von bestimmten Kreditnehmermerkmalen. Diese werden durch statistisch-mathematische Verfahren ermittelt und dienen als Grundlage der Bonitätsbewertung. Durch das Scoring-Verfahren wird eine höhere Ergebnisrelevanz angestrebt. Im Gegensatz zur Kreditbeurteilung durch einen Mitarbeiter der Bank, fallen hier persönliche Kundenerfahrungen und langjährige Kunden- bzw. Kredithistorien weniger ins Gewicht, als bei der einer subjektiv geprägten Entscheidung durch den Mitarbeiter.</p>
<p>Zu den wichtigsten Kreditnehmermerkmalen, welche die Grundlage für das Scoring bilden, gehören neben den persönlichen Daten des Kreditnehmers auch Informationen von Auskunfteien wie der <a href="http://www.schufa.de/de/home/" target="_blank">Schufa </a>oder <a href="http://www.creditreform.de/Deutsch/Creditreform/index.jsp" target="_blank">Creditreform</a>. Hinzu kommen die Erfahrungswerte aus der bisherigen geschäftlichen Beziehung zwischen Kreditnehmer und Kreditinstitut. In diese Erfahrungswerte fließen neben der Dauer der bisherigen Beziehung auch die Qualität der Kontoführung, beispielsweise das Verhalten des Kreditnehmers bei der Überziehung des Kontos. Außerdem fließen auch die bisherigen Erfahrungen mit Krediten des Kunden in das Bewertungssystem ein.</p>
<p><strong>Jahresabschluss und Strategie</strong></p>
<p>Für Unternehmer und Selbständige kommt noch die wirtschaftliche Analyse des Unternehmens hinzu. Hier liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Jahresabschluss des Unternehmens sowie die langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie.</p>
<p>Ebenfalls von hohem Interesse sind die verfügbaren Kreditsicherheiten. Der Umfang und die Qualität solcher Sicherheiten tragen wesentlich dazu bei, bei einer Kreditvergabe die individuellen Konditionen zu bestimmen.</p>
<p>Das Ergebnis des Verfahrens ist eine Punktzahl, der sogenannte Score. Er ist für die Banken heute das wesentliche Kriterium, dass über eine Kreditvergabe und deren Kondition entscheidet.</p>
<p><strong>Auswirkung der Krise auf das Scoring<br />
</strong><br />
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat unmittelbare Auswirkungen auf das Scoring-Verfahren. Beispielsweise zieht die verschlechterte Einnahmensituation vieler Unternehmen den Scoring-Wert beträchtlich nach unten. Dem kann durch ein gut entwickeltes Konzept zur Kostenreduktion entgegengewirkt werden.</p>
<p>Das Scoring-Verfahren ist ein permanentes, sich weiterentwickelndes Verfahren. Dadurch ist es auch möglich, dass kurzfristig positive Veränderungen der wirtschaftlichen Situation eines Kreditnehmers auch den Score positiv beeinflussen können.</p>
<p><strong>Vor- und Nachteile</strong></p>
<p>Der große Vorteil des Scorings ist, dass durch eine standardisierte Analyse ein möglichst objektives und nachvollziehbares Ergebnis erreicht werden kann. Es unterliegt nicht den subjektiven Einflüssen wie bei der Kreditbewertung durch einen Mitarbeiter. Wird das Scoring regelmäßig betrieben, kann auch auf verändertes Verhalten des Kreditnehmers entsprechend schnell und einfach reagiert werden. Für Banken und Kreditinstitute wird das Kreditvergabeverfahren durch das Scoring wesentlich vereinfacht und wirtschaftlicher. Im Idealfall können dadurch freiwerdende Ressourcen für zusätzliche Betreuung und Beartung durch die Bankmitarbeiter genutzt werden.</p>
<p>Nachteil des Scorings ist, dass der Gesamteindruck des Kreditnehmers bei der Kreditvergabe nicht mehr ins Gewicht fällt. Die persönliche Beziehung und die Erfahrungen zwischen Kreditnehmer und Bankinstitut geht aufgrund der standardisierten Analyse in der Regel kaum noch in die Bewertung ein.</p>
<p>Ebenfalls als problematisch könnten sich mangelnde oder unvollständige Informationen erweisen. Diese können das Ergebnis negativ beeinflussen. Darüber hinaus ist das Scoring immer noch nicht jeden Kreditnehmer bekannt. In den Medien dominieren eher negative Berichte über das Verfahren, da die vielen positiven Erfahrungen meist keine Beachtung finden. Daher hat das Scoring gerade unter klein- und mittelständischen Unternehmen nach wie vor ein Akzeptanzproblem. Die Folge ist, dass dadurch die Beziehung zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber erheblich belastet werden könnte.</p>
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		</item>
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		<title>Stimmung hellt sich auf</title>
		<link>http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2010/02/08/stimmung-hellt-sich-auf/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Die Stimmung im deutschen Mittelstand hellt sich langsam auf. Die Mittelständler schauen wieder optimistischer in die Zukunft – jedenfalls laut Mittelstandsbarometer. Die Stimmung in den Chefetagen des Mittelstands ist sogar noch besser als die Erwartungen insgesamt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimmung im deutschen Mittelstand hellt sich langsam auf. Die Mittelständler schauen wieder optimistischer in die Zukunft – jedenfalls laut Mittelstandsbarometer. Die Stimmung in den Chefetagen des Mittelstands ist sogar noch besser als die Erwartungen insgesamt.<span id="more-1160"></span></p>
<p><strong>Aufhellung</strong></p>
<p>Den zweiten Monat in Folge stehen laut dem <a href="http://www.kfw.de/DE_Home/Service/Download_Center/Allgemeine_Publikationen/Research/PDF-Dokumente_Mittelstandsbarometer/34785_p_0.pdf" target="_self">Mittelstandsbarometer </a>die Zeichen auf mehr Wachstum. Das Barometer legte laut dem Münchner <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome" target="_blank">Ifo-Instituts</a> um 1,6 Punkte zu. Damit liegt das Mittelstandsbarometer mit 2,8 Punkten über der Nulllinie. Das bedeutete, dass das Barometer einen Zuwachs und damit wieder ein Wachstum des Mittelstandes insgesamt anzeigt. Volkswirte interpretieren den jüngsten Zuwachs als endgültiges Durchschreitung des tiefsten Konjunkturtals seit Ende des Weltkrieges.</p>
<p><strong>Gute Aussichten</strong></p>
<p>Die Unternehmen bewerten ihre momentane Lage sowie die Aussichten für die kommenden Monate deutlich positiver als im Vergleichszeitraum. Die Erwartungen für die kommenden Monate werden mit 8,1 Zählern sogar als überdurchschnittlich gut bezeichnet.</p>
<p>Nicht nur bei den Mittelständlern hellt sich die Lage auf. Auch bei Großunternehmen verbessert sich die Stimmung. Experten werten diesen Trend als weiteres Zeichnen dafür, dass die schwersten Einbrüche in Produktion und Nachfrage endlich überstanden sind. Diese Erkenntnis wird zusätzlich gestützt, dass sich gerade in den Großunternehmen die Stimmung aufhellt, da diese sich aufgrund ihres internationalen Engagements besonders auf globale Entwicklungen reagieren,. Vor allem die Industrie leidet unter den Einbrüchen der deutschen Exportwirtschaft. Der verarbeitende Sektor ist immer noch nicht aus dem gröbsten heraus – die Zeichen in der Industrie stehen bisher noch nicht auf Wachstum.</p>
<p><strong>Wirtschaftswachstum</strong></p>
<p>Insgesamt wird nach Berechnungen der deutschen Bundesregierung die deutsche Wirtschaft 2010 um 1,4 Prozent wachsen. Vor dem Hintergrund des Minus von fünf Prozent im Jahr 2009 keine schlechten Aussichten. Dennoch wäre mit diesem Wachstum nur ein Teil des bisherigen Verluste ausgeglichen.</p>
<p>Hinzu kommt die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Durch das System der Kurzarbeit konnten viele Unternehmen ihre Belegschaft halten. Doch allmählich zerrt das Instrument an den Reserven der Unternehmen, allen voran im Mittelstand. Es besteht vielerorts eine hohe Überkapazität an Arbeitskräften. Die Agentur für Arbeit rechnet im laufenden Jahr mit einem Arbeitslosen knapp unter vier Millionen.</p>
<p>Angesichts möglicher steigender Arbeitslosenzahlen gehen Gründungsexperten von einem Anstieg der Existenzgründungen in 2010 aus. Gerade in Deutschland ist die Existenzgründung und damit einhergehend die Selbständigkeit nach wie vor ein beliebtes Mittel einer drohenden oder bereits erfolgten Arbeitslosigkeit zu <a href="http://www.buergschaft-ohne-bank.de/index.php/2009/12/14/zahl-der-grundungen-gestiegen/" target="_blank">entgehen</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Armutsrisiko bei Selbständigen, Teil II</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 07:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
		<br />
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		<description><![CDATA[Laut dem Sozialbeirat der Bundesregierung droht Selbständigen immer öfters Altersarmut. Daher forderte der Sozialbeirat eine allgemeine Versicherungspflicht von der Bundesregierung, da viele Selbständige über keine ausreichende Altersvorsorge verfügen. In diesem Teil geht es um die Möglichkeiten zur Vorbeugung durch den Staat und die derzeitige Ausgestaltung der Rentenversicherung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut dem Sozialbeirat der Bundesregierung droht Selbständigen immer öfters Altersarmut. Daher forderte der Sozialbeirat eine allgemeine Versicherungspflicht von der Bundesregierung, da viele Selbständige über keine ausreichende Altersvorsorge verfügen. In diesem Teil geht es um die Möglichkeiten zur Vorbeugung durch den Staat und die derzeitige Ausgestaltung der Rentenversicherung.<span id="more-1078"></span></p>
<p><strong>Möglichkeiten</strong></p>
<p>Am naheliegendsten wäre es eigentlich, dass alle Selbständigen und Existenzgründer versicherungspflichtig in der Rentenversicherung werden. Allerdings ist dies auch die umstrittenste Lösung.</p>
<p>Alternativ fordert der Sozialbeirat eine Vorsorgepflicht für Selbständige und Existenzgründer. Die Idee ist, dass alle Selbständigen eine private Rentenversicherung oder eine vergleichbare Altersabsicherung vorweisen können. Ausgenommen davon sollen Handwerker, freie Künstler oder Publizisten sein, die bereits rentenversicherungspflichtig sind. Ebenfalls ausgeschlossen davon wären Ärzte und Anwälte, da sie über ein eigenes berufsständiges Versorgungssystem verfügen.</p>
<p>Interessant ist: Im Gegensatz zum Sozialbeirat hat sich der Sachverständigenrat der Wirtschaft der Bundesregierung gegen eine solche Lösung ausgesprochen. Die Wirtschaftsexperten des Sachverständigenrates bevorzugen eine Versicherungspflicht der Selbständigen in der Rentenversicherung. Begründet wird diese Präferenz mit der Gefahr einer Risikoentmischung. Das heißt, gut verdienende Einzel- und Scheinselbständige könnten sich dann privat absichern, während die schlecht Verdienenden in die Rentenversicherung einzahlen.</p>
<p>Diese Gefahr sieht auch der Sozialbeirat. Außerdem wird kritisiert, dass Versicherungen in der Regel auf Arbeitslosigkeit nicht so flexibel reagieren können, wie die gesetzliche Rentenversicherung. Gesetzlich Rentenversicherte sind auch automatisch vor Erwerbsunfähigkeit geschützt, während bei einer privaten Versicherung dieses Risiko meist durch teuere Zusatzpolicen abgedeckt werden muss.</p>
<p><strong>Ausstattung der Rentenkasse</strong></p>
<p>Nach Abwägung aller Argumente spricht einiges für eine verpflichtende Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung auch für Selbständige, insofern sie nicht bereits andere Formen der Versorgung getroffen haben.</p>
<p>Eine bessere Versorgung mit Geld für die Rentenkasse würde eine solche obligatorische Pflicht jedoch nicht bringen. Zwar würden zunächst die Einnahmen aus den Beiträgen steigen, aber langfristig stehen den höheren Einnahmen auch höhere Rentenleistungen entgegen. Doch darum soll es laut dem Sozialbeirat auch nicht gehen. Hier geht es vor allem darum, der Altersarmut eines nicht unerheblichen und wichtigen Teils der Erwerbspersonen vorzubeugen.</p>
<p><strong>Versicherungspflichtige</strong></p>
<p>Zur Zeit kann man drei verschiedene Arten von versicherungspflichtigen Rentenversicherten unterscheiden:</p>
<ul>
<li><strong>Abhängig Beschäftigte</strong>: Diese Gruppe muss in der Regel Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten. Befreit von der Versicherungspflicht sind lediglich Beamte, Richter und Berufssoldaten. Ärzte und Anwälte sind Mitglieder eines berufsständischen Versorgungswerkes und können auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreit werden.</li>
</ul>
<ul>
<li> <strong>Selbständige</strong>: Ein geringer Teil von Selbständigen ist bereits heute zu Beiträgen an die Rentenversicherung verpflichtet. Dazu zählen etwa Hausgewerbetreibende, Küstenschiffer, Lehrer, Erzieher und Scheinselbständige, die nur für einen Arbeitgeber arbeiten. Künstler und Publizisten sind in der Künstlersozialkasse versichert. Weiterhin müssen sich Handwerker, die in der Handwerksrolle eingetragen sind, in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern. Wenn sie bereits 18 Jahre Pflichtbeiträge bezahlt haben, können sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Alle anderen Selbständigen</strong>: Existenzgründer können sich in den ersten fünf Jahren ihrer selbständigen Tätigkeit freiwillig versichern. Das gilt auch für Selbständige, die ihre Selbständigkeit nur nebenberuflich ausüben.</li>
</ul>
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