Gute Beratung und wie man diese erkennt

30. Juli 2012 von JK

Existenzgründer und Selbstständige können sich bis zu fünf Jahre nach Existenzgründung kostengünstig Beratungsleistungen – beispielsweise über das Gründercoaching Deutschland – in Anspruch nehmen. Doch immer wieder erhalten Existenzgründer und Selbstständige nicht die Leistungen, die ihnen eigentlich zustehen. Ob man einen guten oder einen schlechten Berater hat, können die wenigsten Gründer beurteilen, da allzu oft der Vergleich zwischen unterschiedlichen Beratern fehlt.

 

Wie man gute Berater erkennt

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Existenzgründer nicht die Beratungsleistung erhalten, die sie eigentlich erhalten sollten. Besonders dann, wenn sie nur einen geringen Eigenanteil am Honorar des Beraters leisten müssen (der Rest wird beispielsweise über Förderprogramme wie das Gründercoaching Deutschland getragen). Hier kann es schon mal vorkommen, dass die Ratsuchenden nur eine abgespeckte Version dessen bekommen, was Selbstzahler normalerweise erhalten. Doch gerade für Existenzgründer und Klein- und Kleinstunternehmer sind Beratungsleistungen von großem Wert.

Doch wie können Gründer gute Berater erkennen?

 

Kostenloses Erstgespräch

Kostenlose Erstgespräche sind für viele Ratsuchende ein wichtiges Auswahlkriterium. Allerdings sollten sie dabei bedenken, dass gute Berater in der Regel ausgelastet sind und auf langdauernde kostenlose Erstgespräche nicht angewiesen sind. Vor allem Anfänger und Berater mit geringer Auslastung haben Zeit für lange kostenlose Erstgespräche. Gute Berater bieten Vorgespräche zwischen 20 und 30 Minuten, da längere Gespräche die Wahrscheinlichkeit eines Beratungsauftrages nicht mehr wesentlich erhöhen. Außerdem bieten gute Berater ein kostenloses kennenlernen an, jedoch keine kostenlosen Beratungsstunden. Das hat für Gründer und Selbstständige auch den Vorteil, dass sie bei Abschluss des Beratungsvertrags den Berater bereits kennen und mit ihm gleich zur Problemlösung übergehen können.

 

Nutzung von Förderprogrammen

Gute Berater lassen sich daran erkennen, dass sie Förderprogramme kundenfreundliche Nutzen. Das heißt, statt den Klienten den kompletten Honorarsatz in Rechnung zu stellen, stellen sie nur den Anteil in Rechnung, der nicht durch Förderprogramme (Förderung der Beratungskosten für Existenzgründer und Selbstständige zwischen 50 und 90 Prozent) abgedeckt ist.

 

Keine leeren Versprechungen

Bei vollmundige Versprechen, Ankündigungen und dem Ködern mit wertvollen Kontakten, sollten Ratsuchende hellhörig werden. Genauso hält es sich beispielsweise bei Versprechen leichten Zugang zu Kapital (Kredite, Venture Capital, Business Angels etc.) zu erhalten. Von einem guten Berater sollten Klienten solche Zusagen frühzeitig einfordern. Wer solche Versprechen und Ankündigungen nicht bereits am Anfang einlösen kann, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht während oder nach der Beratung können.

 

Gerade für Existenzgründer und Klein- und Kleinstunternehmer sind Beratungsleistungen von großem Wert. Daher ist es für diese immens wichtig, gute Berater auch ohne Vergleichsmöglichkeiten zu erkennen.

 

Professionelle Organisation

Geförderte Beratungen umfassen im Durchschnitt zwischen 30 und 60 Beratungsstunden. Durch gute Projektplanung, die sich jeder Ratsuchende auch erläutern lassen sollte, können Berater sicherstellen, dass im veranschlagten Zeitraum auch alle geplanten Themen des Klienten bearbeitetet und auf dessen individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Besonders hilfreich hat sich hier der Rückgriff auf ein Beraternetzwerk empfohlen. Das heißt, für die Bearbeitung unterschiedlicher Themen sollten unterschiedliche Berater mit dem jeweiligen Schwerpunkt herangezogen werden. Außerdem erhält man dadurch unterschiedliches Feedback und Handlungsempfehlungen auf verschiedenen Perspektiven.

 

Zeitperspektive

Die Beratungszeit ist die Zeit des Klienten. Das heißt, in der Zeit der Beratung können Gründer und Selbstständige nicht ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen. Um die Beratungszeit optimal zu nutzen, sollten Ratsuchenden darauf achten, dass keine Themen zu ausführlich angesprochen werden, die eigentlich nicht von Belang oder Interesse sind. Geschichten aus dem Privatleben der Berater oder anderen Klienten haben in den Beratungsstunden nichts zu suchen. In so einem Fall sollte man sein Gegenüber stoppen und ggf. den Berater wechseln, wenn auf die Wünsche nicht eingegangen wird.

 

Nur für erbrachte Leistungen zahlen

Bei der Abrechnung sollten Ratsuchende darauf achten, dass sie nur für Leistungen zahlen, die sie tatsächlich gewünscht haben und auch erbracht wurden. Dazu gehört auch, dass die Berater einige Stunden Vor- und Nachbearbeitungszeit berechnen dürfen, jedoch sollte der Großteil der Beratung persönlich mit dem Klienten stattfinden. Vorsichtig sollten Klienten bei der pauschalen Abrechnung von Beratungsleistungen sein.

 

(Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

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